Das Auswärtige Amt hat eine umfassende Reisewarnung für einen Großteil des Nahen Ostens ausgesprochen. Diese Entscheidung betrifft eine Region, in der sich derzeit rund 30.000 Deutsche aufhalten, darunter Länder wie Israel, die palästinensischen Gebiete, den Libanon, Jordanien, Syrien, den Irak, den Iran sowie die Golfstaaten wie Bahrain, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar und den Jemen. Die Reisewarnung wird vor allem aufgrund von militärischen Eskalationen, politischen Unruhen oder Naturkatastrophen ausgesprochen und signalisiert, dass „allen Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“, wie SWR3 berichtet.

Reisewarnungen sollten stets ernst genommen werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, Reisen in die betroffenen Gebiete abzusagen. Reisende, die bereits vor Ort sind, werden geraten, Schutzräume aufzusuchen, sich über die aktuelle Lage zu informieren und den Anweisungen von Sicherheitskräften zu folgen. Zudem ist es wichtig, sich in die Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ einzutragen, die für die elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland genutzt wird.

Wichtige Hinweise für Reisende

Durch die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste können im Katastrophenfall wichtige Informationen schnell übermittelt werden. Die deutschen Botschaften sind per Krisentelefon unter der Nummer +49 30 5000 87777 erreichbar, falls der Bereitschaftsdienst nicht erreichbar ist. Reisende sollten sich regelmäßig bei ihren Fluggesellschaften oder Reiseveranstaltern über die Ausreisemöglichkeiten informieren und gegebenenfalls die Reisepläne anpassen.

Bei bestimmten Szenarien, wie Raketenalarm, gibt es spezifische Handlungsempfehlungen: So wird geraten, im Gebäude einen Luftschutzraum oder Bunker aufzusuchen und im Freien Schutz im nächsten Gebäude zu suchen oder sich flach auf den Boden zu legen. Im Fahrzeug ist es ratsam, anzuhalten, auszusteigen und Schutz zu suchen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass auch Angehörige aus Drittstaaten nur mit einem gültigen Visum nach Deutschland einreisen können. Sie sollten die Möglichkeit prüfen, in einen sicheren Drittstaat visumsfrei zu reisen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit der deutschen Nationals, die sich in der Krisensituation waschen. Es wird empfohlen, eine Kontaktperson in der Familie zu benennen und die lokalen Medien zu verfolgen, um stets über die aktuelle Lage informiert zu sein. Reisende in die Region wird nahegelegt, regelmäßig Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reisebüro zu halten und die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zu berücksichtigen, wie auch auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachzulesen ist.