Immer mehr Menschen planen ihren Oster- oder Sommerurlaub und suchen dafür online nach passenden Ferienunterkünften. Dabei sollten sie jedoch besonders vorsichtig sein, denn gerade jetzt sind Betrüger aktiv, die mit vermeintlich günstigen Angeboten nicht existierende Ferienhäuser und -wohnungen anbieten. Das Landeskriminalamt sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen vor diesen betrügerischen Machenschaften und geben hilfreiche Tipps, um sich vor finanziellen Verlusten zu schützen. Laut Ruhr24 sind diese Aktivitäten besonders kritisch, da die Angebote meist zu auffällig niedrigen Preisen gelistet sind.
Betrügerische Ferienhausangebote zeichnen sich durch bestimmte Merkmale aus. Ein häufiges Warnsignal sind extrem niedrige Preise, die unter dem üblichen Niveau der Region liegen. Auch unvollständige oder gefälschte Impressumsangaben sind ein Indiz für mögliche Betrügereien. Hierbei fehlen häufig Steuernummer oder Angaben zum Firmensitz. Die Täter verlangen zudem oft nur Vorkasse per Überweisung oder über Bargeldtransferdienste, was die Rückholung der Gelder im Betrugsfall extrem erschwert.
Sechs Tipps zur Vermeidung von Betrug
Um sich vor den Risiken des Ferienhaus-Betrugs zu schützen, raten Experten zu mehreren präventiven Maßnahmen. Urlauber sollten
- den Anbieter genau zu überprüfen, indem sie vollständige Kontaktdaten und ein seriöses Impressum verlangen.
- bei der Buchung sichere Zahlungsmethoden wie Kreditkarte oder Lastschrift bevorzugen, um Rückbuchungen zu ermöglichen.
- einen direkten Kontakt zum Anbieter suchen; dessen Erreichbarkeit und Kommunikationswege sind entscheidend.
- die veröffentlichten Fotos der Unterkunft mit einer Bildersuche zu überprüfen, um zu erkennen, ob sie aus anderen Angeboten stammen.
Bei fehlendem persönlichen Kontakt sollte man vorsichtig sein, denn dies kann ein weiteres Warnsignal darstellen. Wenn ein Verdacht auf Betrug besteht, ist es wichtig, sofort das Buchungsportal zu informieren und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Wichtige Beweise wie Chats, E-Mails, Buchungsbestätigungen und Kontoauszüge sollten gesichert werden, um mögliche Ansprüche geltend zu machen.
Aktuelle Warnungen und Informationen
Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt es zunehmend Beschwerden bei Buchungen, die am Ende in verschlossenen Türen oder dem Fehlen von Ansprechpartnern enden. Oftmals gibt es dann auch keine Möglichkeit zur Rückerstattung der Beträge, was die Situation für die Betroffenen erheblich verschärft.
In Anbetracht solcher Umstände und häufigen Betrugsfälle ist es essenziell, dass Verbraucher wachsam bleiben und sich aktiv über Betrugsrisiken informieren. Die Aufklärung über sichere Buchungsmethoden sollte ernst genommen werden, um den bevorstehenden Urlaub ohne unerwünschte Überraschungen genießen zu können.