Alaskan Dream Cruises, ein kleiner und traditioneller Kreuzfahrtanbieter aus Alaska, hat mit sofortiger Wirkung seinen Betrieb eingestellt. Dies berichtet BILD. Alle für die Saison 2026 geplanten Reisen sind damit gestrichen. Die Entscheidung wurde von der Muttergesellschaft Allen Marine getroffen, die massive wirtschaftliche Probleme als Hauptursache für die Schließung angibt.

Die steigenden Betriebskosten, ein harter Wettbewerbsdruck und die langsame Erholung der Branche nach der Corona-Pandemie sind laut Unternehmensangaben entscheidende Faktoren. Besonders die Kosten für Treibstoff und Proviant sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Zudem drängen große Kreuzfahrtkonzerne mit eigenen, kleineren Schiffen zunehmend nach Alaska, was die Situation für Alaskan Dream Cruises weiter erschwert.

Stornierung und Rückerstattungen

Das Unternehmen, das Expeditionsreisen durch die faszinierende Inside Passage nach Südostasien Alaska anbot, musste nun seine gesamte Flotte, bestehend aus vier Schiffen – Chichagof Dream, Admiralty Dream, Alaskan Dream und Baranof Dream – im Hafen von Sitka anlegen. Zielgruppen der Kreuzfahrten waren in der Regel 40 bis 80 Passagiere, die auf Reisen zwischen fünf und acht Tagen die eindrucksvolle Natur und Tierwelt der Region erleben konnten.

Kunden, die bereits Reservierungen für die kommenden Saison getätigt hatten, werden proaktiv informiert und können mit Rückerstattungen rechnen. Informationen dazu werden per E-Mail versendet. Gäste, die über Reisebüros gebucht haben, wird geraten, sich direkt an diese zu wenden oder den Kontakt zum Unternehmen über die E-Mail-Adresse info@alaskandreamcruises.com herzustellen, wie t-online zusäuftzt.

Zukunft der Mitarbeiter und Flotte

Bisher gibt es keine Informationen zur Zukunft der rund 10 Vollzeitmitarbeiter sowie 100 bis 115 Saisonkräfte, die für Alaskan Dream Cruises tätig waren. Ebenso bleibt unklar, was mit der Flotte geschehen wird, die seit ihrer Gründung im Jahr 2011 in der Region aktiv war. Allen Marine, die Muttergesellschaft, bleibt jedoch weiterhin aktiv und bietet weiterhin Land- sowie Tagesausflüge sowie Schiffsservice an.

Die Schließung markiert das Ende einer Ära für Alaskan Dream Cruises, die als einzige indigene Kreuzfahrtlinie in Eigenbesitz bekannt war und zahlreichen Reisenden beeindruckende Einblicke in die Kultur der Ureinwohner Alaskas bot.