In einem bedeutenden Schritt für die zeitgenössische Musikszene hat der renommierte Perkussionist Alexej Gerassimez erstmals eigene Orchesterwerke aufgenommen. Das Konzeptalbum mit dem Titel „Black Mountain“, das am 27. Februar 2026 veröffentlicht wurde, entstand in Zusammenarbeit mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Gordon Hamilton. Bei der Produktion handelt es sich um Live-Aufnahmen von zwei Konzerten, die im Mai 2025 stattfanden. Gerassimez, der für seine innovativen Ansätze und seine Vielfältigkeit in Klassik, Neuer Musik, Jazz und Minimal Music anerkannt ist, präsentiert hier seine erste Einspielung eigener Kompositionen für Schlagzeug und Orchester. Das Album wurde bei Berlin Classics veröffentlicht.

Das Konzept des Albums basiert auf der Idee „Elements of Drums“, welche die klangliche Erforschung der grundlegenden Materialien von Percussion-Instrumenten thematisiert, darunter Wasser, Holz, Stein, Metall und Fell. Dieses Konzept spiegelt sich auch in den einzelnen Werken wider. So reflektiert das Stück „Black Mountain“ persönliche Herausforderungen und den damit verbundenen Kompositionsprozess. Gerassimez vergleicht seine Konzerte mit Bergbesteigungen, bei denen jeder Aufstieg mit Anstrengungen und Entdeckungen verbunden ist. Besonders eindrucksvoll ist das Werk „Water Cycle“, das die Klänge schmelzender Eisblöcke einfängt und mit einer lebhaften Wasserschlacht endet, was das kreative Spektrum der Kompositionen eindrucksvoll erweitert.

Die Werke des Albums

Das Album umfasst eine Gesamtdauer von 62 Minuten und präsentiert eine abwechslungsreiche Auswahl an Kompositionen:

  • Piazonore – 06:08
  • Water Cycle:
    • I. Frozen Structures – 03:07
    • I.I Fractured Interlude – 01:47
    • II. Fluid Textures – 03:55
    • III. Expansive Particles – 03:46
  • Flower in the Wind – 05:02
  • Black Mountain:
    • I – 03:26
    • II – 02:24
    • III – 02:17
  • Toward the Sea (Toru Takemitsu):
    • I. The Night – 02:37
  • Leviathan (John Psathas):
    • I. Hightailin‘ to Hell, Pt. 1 – 02:53
    • I. Hightailin‘ to Hell, Pt. 2 – 04:30
    • II. The Final Brook, Pt. 1 – 04:10
    • II. The Final Brook, Pt. 2 – 04:17
    • III. Soon We’ll All Walk on Water, Pt. 1 – 01:13
    • III. Soon We’ll All Walk on Water, Pt. 2 – 02:12
    • IV. A Falcon, a Storm, or a Great Song, Pt. 1 – 01:39
    • IV. A Falcon, a Storm, or a Great Song, Pt. 2 – 02:38
    • IV. A Falcon, a Storm, or a Great Song, Pt. 3 – 01:58
    • IV. A Falcon, a Storm, or a Great Song, Pt. 4 – 01:21

Bedeutung des Albums und künstlerische Zukunft

Gerassimez, geboren 1987 in Essen, hat sich einen Namen mit seinem vielfältigen Repertoire gemacht, das klassische, zeitgenössische, Jazz- und Minimalmusik umfasst. Seine Auftritte mit angesehenen Orchestern wie der NDR Radiophilharmonie und den Münchner Philharmonikern haben seinen Ruf als gefragter Perkussionist gefestigt. Darüber hinaus ist er seit November 2017 Professor für Percussion an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Für die Zukunft plant Gerassimez bereits spannende Projekte, darunter die Weltpremiere eines neuen Doppelkonzerts für Viola und Percussion von Kalevi Aho sowie ein neues Percussion-Konzert von John Psathas, dessen Uraufführung im Oktober 2021 ansteht. Diese aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Gerassimez auch weiterhin in der Musikszene aktiv sein wird.

Das Album „Black Mountain“ dokumentiert nicht nur musikalische Entdeckungen, sondern auch die kontinuierlichen Veränderungen des Klanges. Es bietet einen tiefen Einblick in die klangliche Vielfalt der Percussion und trägt zur Diskussion über die Rolle dieser Instrumente in der modernen Musik bei. Die hochauflösenden Studio-Master-Dateien des Albums sind in verschiedenen Formaten wie FLAC, ALAC, DSD und MQA verfügbar, um den Hörern ein besonderes Klangerlebnis zu bieten.

Für weitere Informationen über dieses außergewöhnliche Werk besuchen Sie die Seiten von NDR und HighResAudio.