Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover verzögern sich um mehrere Wochen, was erhebliche Folgen für den Tourismus in der Lüneburger Heide haben könnte. Laut NDR gibt die Deutsche Bahn an, dass extremer Winterwetter die Generalsanierung der Strecke verhindert hat. Der ursprünglich geplante Abschluss der zehnwöchigen Arbeiten im Juli kann somit nicht eingehalten werden.
Dies hat zur Folge, dass die Wiederaufnahme des Zugverkehrs am 30. April gefährdet ist. Von Mai bis zur Mitte Juli werden keine Züge zwischen Lüneburg und Hannover fahren, was Pendler veranlasst, auf das Auto umzusteigen. Besonders kritisch ist die Situation während der bevorstehenden Heideblüte, die vom 8. August bis 9. September stattfindet, sowie in den Ferienzeiten.
Negative Auswirkungen auf den Tourismussektor
Die Entscheidung, die Bauarbeiten zu verzögern, wurde von Ulrich von dem Bruch, dem Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, scharf kritisiert. Er fürchtet, dass die Region einen millionenschweren Schaden erleiden könnte. Viele touristische Ziele, wie Lüneburg, Bad Bevensen und die Südheide, werden während der Bauarbeiten schwer erreichbar sein, was die Attraktivität der Region beeinträchtigen könnte. Von dem Bruch äußerte, dass die Lüneburger Heide jährlich neun Millionen Übernachtungen und 35 Millionen Tagestouristen verzeichnet und solche Verzögerungen die wirtschaftliche Stabilität der Region ernsthaft gefährden.
Zusätzlich wird die Erreichbarkeit der Region für die Feiertage im Mai und zu Pfingsten stark eingeschränkt. Die Auswirkungen sind besonders in den Ferienzeiten zu spüren, wenn die Bahnverbindungen eine zentrale Rolle im norddeutschen Verkehrszentrum spielen.
Appell an die Bahnchefin
Angesichts der Situation plant Ulrich von dem Bruch, Bahnchefin Evelyn Palla schriftlich aufzufordern, sich persönlich um die Problematik zu kümmern. Die massiven Reisebehinderungen durch die Bauarbeiten könnten langfristig den Tourismus in der Lüneburger Heide schädigen und die Region aus einem attraktiven Reiseziel in eine weniger besuchte Gegend verwandeln, was in Anbetracht der wirtschaftlichen Bedeutung für die örtlichen Anbieter alarmierend wäre. Die Hoffnung bleibt, dass die Deutsche Bahn schnellstmöglich Lösungen findet, um die zügige Wiederherstellung der Bahnverbindungen zu gewährleisten.