Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) reist mit einem historischen Aufgebot zu den Paralympischen Winterspielen, die vom 6. bis 15. März 2026 in Italien stattfinden. Insgesamt wird das Team aus 38 Athletinnen und Athleten sowie 7 Guides bestehen und tritt damit in der drittgrößten Mannschaft der Geschichte der Paralympischen Winterspiele an. Die Vorfreude unter den Athleten ist groß, da darunter viele, wie 50 Prozent, ihre erste Teilnahme an Paralympischen Spielen feiern werden, darunter auch 13 Para Eishockeyspieler.

Die deutsche Delegation wird angeführt von Anna-Lena Forster, einer vierfachen Goldmedaillengewinnerin und einer der größten Medaillenhoffnungen. Andrea Eskau bringt die meiste Erfahrung ins Team ein mit insgesamt acht Teilnahmen an Paralympischen Spielen. Auch Andrea Rothfuss, die erfolgreichste Winter-Starterin im deutschen Aufgebot, wird wieder auf Medaillenjagd gehen.

Vielfältige Sportarten und Herausforderungen

Das Team Deutschland wird in fünf von sechs Sportarten antreten: Para Ski alpin, Para Biathlon, Para Skilanglauf, Para Eishockey und Para Snowboard. Allerdings muss das Team im Rollstuhl-Curling auf die Teilnahme verzichten. Die logistischen Herausforderungen sind durch die weit auseinanderliegenden Spielorte enorm. So wird Para Eishockey in Mailand stattfinden, während die nordischen Disziplinen in Predazzo und der alpine Skisport sowie Snowboard in Cortina d’Ampezzo ausgetragen werden.

Um die Teamzusammengehörigkeit zu fördern, plant der DBS, mithilfe von Videoschalten zwischen den verschiedenen Dörfern gemeinschaftliche Medaillenempfänge zu organisieren. Dies soll den Athleten ein gemeinschaftliches Erlebnis während der Wettkämpfe ermöglichen, trotz physischer Distanz.

Der DBS-Vorstand Marc Möllmann hat das ehrgeizige Ziel ausgegeben, unter die besten sechs Nationen zu kommen. Die Konkurrenz ist stark, insbesondere durch das Team aus China, das zuletzt 61 Medaillen bei den letzten Paralympics gewann. Die Stimmung im Team ist jedoch optimistisch und die Vorfreude auf die Wettbewerbe groß.

Ein Blick auf die Athleten

Insgesamt begleitet ein 49-köpfiges Team aus Trainer:innen, Ärzt:innen und Betreuer:innen die Athleten. Jörg Wedde, der älteste Athlet des Teams mit 60 Jahren, wird neben dem jungen Jano Bussmann, der während der Spiele 19 Jahre alt wird, stehen. Auch die Athletinnen und Athleten wie Kathrin Marchand und Merle Menje, die bereits Erfahrung bei Sommer-Paralympics sammeln konnten, sind hoch motiviert. Marchand wird die erste Athletin sein, die sowohl an Olympischen im Sommer als auch an Paralympischen Winterspielen teilnimmt.

Die Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina sollen zudem die Sichtbarkeit des Para Sports erhöhen und dessen gesellschaftliche Relevanz verdeutlichen. Die insgesamt über 650 Athleten aus rund 50 Nationen werden in 79 Wettbewerben um Medaillen kämpfen und somit die Vielfalt des Behindertensports unter Beweis stellen.

Tagesspiegel berichtet, dass die Vorbereitungen intensiv sind und die Leistungen der deutschen Athleten sowohl in den Trainingseinheiten als auch in den Testwettkämpfen bereits beeindruckende Fortschritte gezeigt haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Paralympischen Spiele 2026 nicht nur einen sportlichen Wettkampf darstellen, sondern auch eine Plattform zur Förderung des Verständnisses und der Akzeptanz von Menschen mit Behinderung bieten werden. Ein großer Schritt für die Sichtbarkeit und das Ansehen des Para Sports steht bevor.

Der DBS informiert über die Ziele und die besondere Struktur des Teams. Die kommenden Wochen der Vorbereitung werden entscheidend sein, sowohl für die Athleten als auch für das gesamte Team.