Das Konzept des „Paris-Syndroms“ beschreibt eine psychologische Störung, die insbesondere bei Erstbesuchern von Paris auftritt. Eine solche Störung führt dazu, dass die romantisierten Erwartungen an die Stadt nicht erfüllt werden. Diese Problematik wurde in den 1990er Jahren von einem japanischen Psychiater in Paris geprägt und kann zu körperlichem und mentalem Unwohlsein führen, wenn Urlauber mit der Realität konfrontiert werden. {{https://www.reisereporter.de/reisenews/enttaeuschende-orte-diese-10-reiseziele-lohnen-sich-nicht-I52GOPSXYVC3JMMBGH6UL2U4FU.html}} berichtet, dass seit 2021 jährlich ein „Paris-Syndrom-Bericht“ von Radical Storage veröffentlicht wird, in dem überbewertete Reiseziele identifiziert werden.

Die Methodik dieser Studien beruht auf der Analyse von über 97.409 Google-Bewertungen von zehn häufig bewerteten touristischen Attraktionen in 100 Städten weltweit. Russische Städte, die ukrainische Hauptstadt Kiew und Orte mit weniger als 500 positiven oder negativen Kommentaren wurden aus der Untersuchung ausgeschlossen. Diese Auswahl basiert auf internationalen Besucherzahlen, die im „Top 100 City Destinations Report“ von Euromonitor und dem „Global Cities Index“ von Mastercard dokumentiert sind.

Die Enttäuschendsten Reiseziele

Die Liste der zehn enttäuschendsten Städtereiseziele wird von Cancún in Mexiko angeführt, wo 14,2% der Besucher ihre Enttäuschung äußern. Es folgen Antalya in der Türkei und Punta Cana in der Dominikanischen Republik. Besonders auffällig ist Peking, das den höchsten Anteil an negativen Bewertungen mit 4,4% verzeichnet. Weitere Städte, die auf dieser Liste stehen, sind:

  • Peking, China
  • Orlando, USA
  • Mumbai, Indien
  • Honolulu, Hawaii
  • Johor Bahru, Malaysia
  • Kyoto, Japan
  • Playa del Carmen, Mexiko

In Peking zeigen 4,4% der Bewertungen eine negative Tendenz, gefolgt von Orlando mit 3,7% und Cancún mit 3,6%. Darüber hinaus wurde den Servicebedingungen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt; Punta Cana verzeichnete die meisten Kommentare über unhöflichen Service (1,8%), während Antalya mit 0,3% der Bewertungen auf „Abzocke“ erwähnt wird.

Die Bildungsreise: Suboptimale Erwartungen

Neben den enttäuschenden Zielen untersucht die Studie auch, welche Städte tatsächlich die Erwartungen der Besucher übertreffen. Glamouröse TikToks und reisebezogene Blogs können häufig hohe Erwartungen an bestimmte Orte wecken, die dann nicht erfüllt werden. So zeigt sich beispielsweise, dass Budapest als Stadt gilt, die die Erwartungen der Reisenden am meisten übertrifft, mit 96,17% positiven Bewertungen. Eine weitere Analyse, die über 826.000 Bewertungen von TripAdvisor berücksichtigte, bestätigt, dass Sender wie Orlando den höchsten Anteil an enttäuschten Touristen – 19,52% – aufweisen.

Zu den weiteren Städten, die in dieser Untersuchung auftauchten, gehören Jakarta, Pattaya, Denpasar und Guilin. Auch diese Städte zeigen einen hohen Anteil an negativen Kommentaren, was in Kombination mit dem Paris-Syndrom ein Bild von überforderten Besuchern ergibt, die durch übertriebene Erwartungen getäuscht werden.

Die Symptome des Paris-Syndroms variieren und beinhalten Halluzinationen, Angstzustände, Schwindel sowie akute Wahnvorstellungen und starkes Schwitzen. Dies verdeutlicht, wie stark die Erwartungen auf die psychische Gesundheit von Reisenden Einfluss haben können.

Zusammenfassend zeigt sich, dass nicht nur das Paris-Syndrom ein interessantes Phänomen darstellt, sondern auch die insgesamt positive oder negative Wahrnehmung von Reisezielen maßgeblich von den Erwartungen der Besucher abhängt. Die heutige Reisewelt ist so vernetzt und zugänglich wie nie zuvor, aber sie bringt auch die Herausforderung mit sich, realistische Erwartungen zu formulieren und zu verfolgen. Dies wird umso offensichtlicher, wenn die erzielten Reiseerlebnisse nicht mit der idealisierten Vorstellung übereinstimmen, die durch soziale Medien geschürt wird.

Reisereporter und Radical Storage bieten tiefere Einblicke in diese dynamische Thematik und die daraus resultierenden Reisediskussionen.