2025 war ein Jahr mit einem bemerkenswerten Anstieg im deutschen Tourismus, jedoch hinterließ das Gastgewerbe einen gemischten Eindruck. Laut den Daten von Tagesschau stieg der Umsatz im Gastgewerbe nominal um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was jedoch nicht genug war, um die negativen Auswirkungen der Inflation auszugleichen, die zu einem realen Umsatzrückgang von 2,1 Prozent führte.

Besonders betroffen waren Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Pensionen, die ein reales Umsatzminus von 2,0 Prozent verzeichneten. Gleichzeitig stand die Gastronomie unter anhaltendem Druck, mit einem Umsatzrückgang von 2,2 Prozent im Jahr 2025. Diese negative Entwicklung wird teilweise auf die Wahrnehmung des Essengehens als Luxus zurückgeführt.

Gesetz zur Steuersenkung und dessen Auswirkungen

Im Dezember 2025 stieg der Umsatz im Gastgewerbe um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dennoch blieb die Entwicklung hinter der Inflation zurück, was einen realen Rückgang von 2 Prozent zur Folge hatte. Beherbergungsunternehmen konnten ihre Umsätze um 2,2 Prozent steigern, erlitten jedoch einen realen Verlust von 1,7 Prozent. Auch in der Gastronomie stiegen die Umsätze um 1,4 Prozent, jedoch fiel der reale Umsatz um 1,8 Prozent.

Mit dem in Herbst 2025 verabschiedeten Gesetz zur Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Speisen auf 7 Prozent, das zu Jahresbeginn 2026 in Kraft trat, hofften viele in der Gastronomie auf eine Entlastung. Gleichzeitig berichteten zahlreiche Restaurants und Cafés, dass diese Steuerersparnis nicht an die Kunden weitergegeben wurde. Im Januar 2026 waren die Gaststättenbesuche 3,6 Prozent teurer als im Vorjahr, trotz der erhofften Steuersenkung.

Monatliche Umsatzentwicklung veranschaulicht Problemstellung

Ein Blick auf das erste Halbjahr 2025 offenbart, dass der Umsatz im Gastgewerbe real um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sank, während der nominale Rückgang nur 0,1 Prozent betrug. Besonders in den ersten sechs Monaten 2025 war die Entwicklung für Hotels und Beherbergungsunternehmen herausfordernd, mit einem realen Umsatzminus von 2,6 Prozent. Auch die Gastronomie verzeichnete einen Rückgang, der hier bei 4,1 Prozent lag.

Der Juni 2025 setzte die negative Entwicklung fort: Der Umsatz sank sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat deutlich. Hotels erlitten einen realen Rückgang von 5,1 Prozent im Vergleich zum Juni 2024, während die Gastronomie hier ebenfalls um 5,3 Prozent fiel. Diese Zahlen verdeutlichen die schwierige Marktsituation im Gastgewerbe, die durch steigende Kosten in den Bereichen Energie, Waren und Löhne zusätzlich verschärft wird.

Die Herausforderungen bleiben bestehen, und es bleibt abzuwarten, wie die Branche auf diese Entwicklungen reagiert, insbesondere mit Blick auf die anhaltenden wirtschaftlichen Veränderungen und die Inflation. Weitere Informationen zu diesen Trends und Statistiken finden Sie in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.