In der Golfregion sind derzeit tausende Reisende aufgrund der angespannten Sicherheitslage und militärischer Konflikte im Iran festgesetzt. Die Reederei MSC Cruises hat einen Notfallplan veröffentlicht, um Kreuzfahrtpassagiere auszufliegen. Wegen militärischer Auseinandersetzungen ist die wichtige Schifffahrtsstraße von Hormus gesperrt, was zu einer massiven Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs führt. NDR berichtet, dass MSC plant, rund eintausend Gäste mit fünf Charterflügen auszufliegen, wobei der erste Flug bereits für Donnerstag angesetzt ist.
Aktuell sitzen etwa 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf fest, darunter auch Reisende der TUI-Cruises-Schiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“, die in Doha und Abu Dhabi feststecken. Merkur berichtet, dass internationale Schifffahrtsorganisationen die Straße von Hormus, den Persischen Golf und den Golf von Oman als Kriegsgebiet eingestuft haben, was die Situation weiter verschärft. Diese gemeldeten Gefahren haben dazu geführt, dass rund 25 Schiffe deutscher Reedereien betroffen sind, wodurch Landausflüge für die Reisenden eingestellt wurden.
Rückflüge und Reisewarnungen
Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen getroffen, um deutsche Reisende aus dem Krisengebiet zurückzufliegen. So plant Eurowings einen Sonderflug nach Köln, um Touristen sicher nach Deutschland zu bringen. Insgesamt haben etwa 200 Touristen bereits mit einem Sonderflug des Konzerns aus Hannover nach München zurückgekehrt. Das Auswärtige Amt hat erneute Reisewarnungen für die Region ausgesprochen und empfiehlt, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen. Die Förderungen für Flüge aus Dubaian, die wieder am Hamburg Airport landen, wurden ebenfalls betont.
In der Region berichten Urlauber über starke Beunruhigung, verursacht durch Explosionen im Zusammenhang mit abgefangenen Raketen und Drohnen. Während einige Passagiere der TUI-Cruises-Schiffe die Region bereits verlassen konnten, sitzen viele noch unter teils angespannten Bedingungen an Bord fest. TUI Cruises hat betont, dass sie an Rückreisen für die verbliebenen Passagiere arbeiten und die Sicherheit der Gäste an erster Stelle steht.
Preissituation und Sicherheitsbewertung
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts sind ebenfalls spürbar. Benzin und Diesel haben teilweise Preise von zwei Euro oder mehr erreicht, und die Gaspreise steigen ebenfalls an. Der Verfassungsschutz hat eine „abstrakte Gefährdungslage“ aufgrund des Iran-Konflikts festgestellt, sieht jedoch keine konkrete Bedrohung für Hamburg und Schleswig-Holstein.
Inmitten dieser kritischen Lage stehen sowohl betroffene Reisende als auch Reisebüros unter Druck, die sich im Krisenmodus befinden, um die Sicherheit ihrer Kunden und die Rückführungen ernsthaft zu gewährleisten.