Am 6. März 2026 herrscht in Dubai eine angespannte Situation, da zahlreiche deutsche Touristen aufgrund des Krieges im Nahen Osten evakuiert werden müssen. Die deutsche Botschaft hat eine Rückholaktion für vulnerable Gruppen wie Kinder, Schwangere und Kranke gestartet. Nach Informationen von tagesschau.de ist der erste Evakuierungsflug nach Deutschland für den Nachmittag des nächsten Tages geplant. Die Flüge starten in der Hauptstadt Maskat, Oman.

Rund 200 Menschen, darunter Babys, Schwangere und eine Frau mit Rollator und behinderter Tochter, haben sich in einer Schule in Dubai versammelt. Die Anspannung ist spürbar, viele Reisende sind verunsichert und mussten kurzfristig von ihrer Evakuierung erfahren. Zum Beispiel berichtet Birgit aus Berlin, die an Krebs erkrankt ist und eine bevorstehende Operation hat, von ihrer Angst. Auch Kathrin aus Chemnitz äußert Sorgen über den weiteren Verlauf der Ereignisse.

Die Evakuierung und die Herausforderungen

Die Evakuierung erfolgt zum Teil über Reisebusse, die gestrandete Urlauber auf dem Landweg in den Oman bringen. Diese Busfahrt dauert die ganze Nacht und ist mit stundenlangen Wartezeiten am Grenzübergang verbunden. Die Gesamtreisezeit kann über 30 Stunden betragen, wobei die Kosten pro Person bei etwa 500 Euro liegen. Unter den Anwesenden fühlen sich viele dankbar für die Unterstützung der Botschaft, allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die das Gefühl haben, von den Reiseveranstaltern alleingelassen zu werden.

Der plötzliche Luftalarm in Dubai hat zusätzliche Panik verursacht, und angesichts der ungewissen Situation zeigt sich die Anspannung unter den Kindern und Erwachsenen. Ein pakistanischer Taxifahrer äußert seine Sorgen über seine Situation und die der Migranten in Dubai, die weiterhin Geld verdienen müssen, ohne Unterstützung der Regierung.

Aktuelle Rückholmaßnahmen und Perspektiven

Der erste Sonderflug von TUI brachte am Dienstag etwa 200 Gestrandete nach Deutschland, der am Dienstagabend in München landete, wie ndr.de berichtet. Unklar bleibt, ob und wann weitere Rückflüge stattfinden werden. TUI-Chef Sebastian Ebel erwartet eine Rückholung innerhalb „einiger Tage“, abhängig von der Sicherheitslage. Während Pauschalreisende durch TUI abgesichert sind und die Koordination ihrer Rückflüge erleichtert wird, müssen Individualreisende ihre Rückreise selbst organisieren.

Die Bundesregierung hat die Rückholaktion für besonders vulnerable Reisende ins Leben gerufen, und Experten schätzen, dass etwa 30.000 deutsche Touristen vom Konflikt in der Region betroffen sind. Angesichts dieser Krise wird auch von einem Rückgang der Buchungen für die Golfregion und einem Anstieg in die Karibik berichtet. In dieser angespannten Lage zeigen jüdische Gemeinden Wachsamkeit, allerdings bleibt die allgemeine Panik bislang aus.