Am Samstagmorgen, dem 4. März 2026, haben die USA und Israel den Iran angegriffen, was zu einer angespannten Lage in der gesamten Golfregion geführt hat. Rund 30.000 Reisende aus Deutschland befinden sich derzeit in dieser Region und viele sind infolge der aktuellen Situation festgesetzt. Angesichts der Eskalation hat das Auswärtige Amt am Samstagnachmittag die Reise- und Sicherheitshinweise für die Region erheblich verschärft.

Die neuen Reisewarnungen betreffen Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Zuvor gab es für diese beliebten Reiseziele, einschließlich Marken wie Dubai und Abu Dhabi, keine offiziellen Reisewarnungen. Dies hat in der BR24-Community zu einer lebhaften Diskussion über die Angemessenheit dieser Warnungen geführt. Während einige Nutzer wie „Egon_B“ der Meinung sind, dass ausreichend Vorwarnungen gegeben wurden, kritisierte ein anderer Nutzer unter dem Namen „Irgend_einer“ die späte Warnung des Auswärtigen Amts, die erst am 28. Februar veröffentlicht wurde.

Reise- und Sicherheitshinweise

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte, dass es bereits vor dem massiven Angriff eine „förmliche Reisewarnung“ für die Golfstaaten gegeben habe. Dennoch bedauerte er später seinen „Irrtum“ bezüglich der Einschätzung der Lage. Das Auswärtige Amt hatte seit Mitte Januar 2026 vor einer möglichen Eskalation und Einschränkungen im Flugverkehr gewarnt und rät seit 2022 von Reisen in den Iran ab. Eine spezifische Ausreiseaufforderung für deutsche Staatsbürger im Iran wurde ebenfalls am Samstag herausgegeben.

Die Reisewarnungen hatten bereits vorher für Israel, Libanon und den Irak gegolten. Kritiker, darunter Mitglieder der Grünen, werfen der Bundesregierung vor, unvorbereitet und überfordert zu agieren. Der Reiserecht-Experte Kay P. Rodrega hat darauf hingewiesen, dass vor dem 28. Februar in Bezug auf die Golfstaaten lediglich Sicherheitshinweise für Dubai, Abu Dhabi und Bahrain existierten. Offizielle Reisewarnungen ermöglichen in der Regel eine kostenlose Stornierung von Pauschalreisen und stellen die schärfste Warnstufe dar.

Terrorgefahr in der Region

Die Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen bleibt in vielen Teilen der Welt, einschließlich der Golfregion, bestehen. Terrororganisationen wie „Al Qaida“ und der „Islamische Staat“ (IS) haben wiederholt mit Anschlägen gedroht. Das Auswärtige Amt warnt davor, dass Deutsche oder ihre Einrichtungen im Ausland Ziel terroristischer Gewaltakte werden könnten. Diese Bedrohungen betreffen Orte mit besonderem Symbolcharakter, Verkehrsinfrastruktur und touristische Einrichtungen.

Das Auswärtige Amt hat betont, dass der Grad der terroristischen Bedrohung von Land zu Land variiert. Reisende sollten sich der Gefährdung bewusst sein und sicherheitsbewusst handeln. Es wird dringend empfohlen, sich im Vorfeld und während der Reise eingehend über die Verhältnisse im Reiseland zu informieren und die örtlichen sowie internationalen Medien zu verfolgen.

Insgesamt zeigt die Situation in der Golfregion, wie wichtig es ist, sich auf Reisen aus sicherheitstechnischer Sicht ständig zu informieren und angemessen zu reagieren. Das Auswärtige Amt passt seine Reise- und Sicherheitshinweise regelmäßig an, um Reisenden aktuelle Informationen zu bieten und ihre Sicherheit zu gewährleisten.