Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich dramatisch verschärft, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Militärische Eskalationen zwischen Israel, den USA und dem Iran haben dazu geführt, dass mehrere Länder, darunter auch die VAE, ihre Lufträume geschlossen haben. Besonders betroffen sind die Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha, wo alle Flüge bis auf Weiteres ausgesetzt wurden. Deutscher Kreuzfahrtpassagiere sind ebenfalls in der Krisenregion gestrandet. Die Bild.de berichtet von einer erhöhten Unsicherheit, die Urlauber in den VAE betrifft.

Das Auswärtige Amt hat umfangreiche Reisewarnungen für den Nahen Osten ausgesprochen. Diese warnen vor konkreten Gefahren für Leib und Leben, insbesondere in Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Libanon gilt sogar eine Ausreiseaufforderung. Reisewarnungen für Iran und die Palästinensergebiete bestehen bereits seit dem Herbst 2022. Laut Tagesschau.de stehen die deutschen Auslandsvertretungen in Kontakt mit deutschen Staatsangehörigen vor Ort.

Informieren und Unterstützen

Reisende sollten sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren, indem sie sich an ihre Reiseveranstalter oder Airlines wenden. Für Unterstützung können sie die Hotline für betroffene Gäste von DERTOUR, ITS, Meiers Weltreisen oder Clevertours unter +49-6995884076 kontaktieren. Die Deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt sind weitere Anlaufstellen für Sicherheit und konsularische Hilfe. Auch eine Registrierung auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, bekannt als ELEFAND, wird dringend empfohlen.

Urlauber in den VAE haben unter bestimmten Umständen das Recht, Pauschalreisen kostenfrei zu stornieren. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt als starkes Indiz für derartige Möglichkeiten. Bei separat gebuchten Flügen und Hotels gibt es hingegen kein automatisches Rücktrittsrecht. Passagiere haben jedoch Anspruch auf eine Erstattung oder kostenlose Umbuchung bei Flugstreichungen, aber keine Ausgleichszahlung in Fällen von „außergewöhnlichen Umständen“.

Flugausfälle und weitere Maßnahmen

Angesichts der kritischen Lage haben mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region annulliert. Die Lufthansa hat beispielsweise alle Flüge bis zum 7. März nach Tel Aviv, Teheran, Beirut, Amman und Erbil gestrichen. Auch Air France und Swiss haben ihre Verbindungen nach Tel Aviv bis zum 7. März abgesagt. Zudem wurde bekannt, dass die VAE die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren übernehmen.

Angriffe, darunter ein mutmaßlicher iranischer Drohnenangriff auf das Luxushotel Burj Al Arab in Dubai, haben zu Schäden in der Region geführt. Der internationale Flughafen Dubai meldete Verletzte und Schäden durch Trümmer. Diese Vorfälle haben dazu beigetragen, dass die Reisewarnungen nochmals verschärft wurden. Betroffene Urlauber sind aufgefordert, nicht zum Flughafen zu gelangen und sich auf alternative Reisepläne einzustellen.