Die Sicherheitslage im Nahen Osten ist angespannt, insbesondere nach den jüngsten militärischen Aktivitäten der USA und Israels gegen den Iran. Dies hat zu einer Reihe von Reisewarnungen geführt, die vom Auswärtigen Amt am 28. Februar 2026 verschärft wurden. Urlaubsländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate, in die 18,72 Millionen Touristen allein im Jahr 2024 nach Dubai reisten, sind ebenfalls betroffen. Merkur berichtet, dass die meisten Airlines, darunter auch Lufthansa, ihre Flüge in die Konfliktregion vorübergehend eingestellt haben.

Die Reisewarnungen gelten für eine Vielzahl von Ländern, einschließlich Israel, den palästinensischen Gebieten, dem Libanon, Jordanien, Syrien, dem Irak und dem Iran. Die Warnung für den Iran besteht bereits seit 2022. Das Auswärtige Amt warnt vor „konkreter Gefahr für Leib und Leben“ und rät Urlaubern, die sich in diesen Gebieten befinden, sich in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) eintragen zu lassen und eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Aktuelle Entwicklungen in der Region

Der Iran hat als Antwort auf die Luftangriffe der USA und Israels gegen seine Ziele eine Vielzahl von Gegenangriffen ausgeführt. Dies führte dazu, dass mehrere Lufträume, darunter die über dem Iran, Israel, Katar und Kuwait, teilweise gesperrt wurden. Diese Situation hat bereits dazu geführt, dass tausende Touristen in den Vereinigten Arabischen Emiraten festsitzen, während gleichzeitig eine Explosion auf der künstlichen Insel „The Palm“ in Dubai vier Personen verletzte und dichten schwarzen Rauch über dem Fairmont-Hotel verursachte. BR.de berichtet, dass auch einige Regionen von iranischen Raketen getroffen wurden.

Für Reisende, die bereits Reisen in diese Region gebucht haben, gibt es spezifische Hinweise: Bei Pauschalreisen ist eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung möglich, sofern eine offizielle Reisewarnung vorliegt. Airlines, die Flüge in die Region gestrichen haben, empfehlen Reisenden, sich direkt mit ihnen in Verbindung zu setzen, um den aktuellen Flugstatus zu prüfen und mögliche Umbuchungen oder Erstattungen zu klären. Eine Reiserücktrittsversicherung könnte in diesen unsicheren Zeiten von Vorteil sein, insbesondere wenn die Stornobedingungen der Anbieter unklar sind.

Verhalten von Reisenden und Rückholungspläne

Die Bundesregierung hat die Deutschen in Krisengebieten dazu aufgefordert, besonders achtsam zu sein. Reisende sollten Warnungen vor Luftangriffen ernst nehmen, bei Alarm Schutzräume aufsuchen und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen. Während die Verantwortung für die Rückholung deutscher Urlauber im Nahen Osten größtenteils bei den Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften liegt, betont NRW-Innenminister Herbert Reul auch die Notwendigkeit von staatlicher Unterstützung.

Für Deutsche, die möglicherweise auch Reisen in andere Regionen geplant haben, sind Rückflüge vielfach von der unsicheren Lage in der Golfregion betroffen. Verbindungen nach Südostasien und Ozeanien bleiben bestehen, jedoch sind kurzfristige Buchungen oft teuer, da Airlines aus den VAE, Oman oder Katar die meisten dieser Flüge bedienen.