Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich aufgrund jüngster militärischer Auseinandersetzungen erheblich verschärft. Laut dem ADAC sind Angriffe der USA und Israels auf den Iran verantwortlich für die angespannte Situation. Diese Entwicklungen haben das Auswärtige Amt veranlasst, eine Reisewarnung für mehrere Länder in der Region auszusprechen.
Seit dem 28. Februar 2026 rät das Auswärtige Amt von Reisen nach Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Für den Iran besteht bereits seit 2022 eine Reisewarnung. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo ein mutmaßlicher iranischer Drohnenangriff auf das Burj Al Arab in Dubai einen Brand verursachte, jedoch glücklicherweise keine Verletzten forderte. Ein weiterer Vorfall am internationalen Flughafen Dubai führte zu vier Verletzten.
Flugausfälle und Luftraumsperrungen
Die regionalen Spannungen haben dazu geführt, dass Flüge an mehreren Flughäfen eingestellt wurden. Airlines wie Lufthansa setzen ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bis zum 7. März 2026 aus, während Flüge nach Dubai und Abu Dhabi bereits bis zum 1. März gestoppt wurden. In diesem Zusammenhang bleibt der Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten und umliegenden Ländern wie Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar und Iran bis zum 7. März gesperrt.
Die Fluggäste sind aufgefordert, sich laufend über Ausreisemöglichkeiten bei ihren Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften zu informieren. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen und die Anweisungen der örtlichen Behörden zu befolgen. Außerdem sollten Reisende mögliche Alternativen zur Rückreise prüfen, insbesondere angesichts der aktuellen Luftraumsperrungen.
Verhaltenshinweise bei Raketenalarmsituationen
Die Bevölkerung in den betroffenen Ländern erhält spezifische Verhaltenshinweise. Bei einem Raketenalarm soll man im Gebäude einen Luftschutzraum oder das Treppenhaus aufsuchen. Im Freien ist es ratsam, Schutz in einem Gebäude zu suchen oder sich flach auf den Boden zu legen. Im Fahrzeug sollte man anhalten, aussteigen und Schutz suchen oder ebenfalls flach auf den Boden legen. Die Anweisungen beinhalten auch, nach einem Alarm mindestens zehn Minuten an einem sicheren Ort zu bleiben.
Reisende, die in der Region verweilen, sollten alle Entwicklungen aufmerksam verfolgen und sich gegebenenfalls über Reisebüros oder Fluggesellschaften beraten lassen. Vor allem Gruppenreisende sind aufgefordert, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter herzustellen, um Informationen über die aktuelle Lage zu erhalten. Das Auswärtige Amt betont, dass die Lage sich schnell verändern kann, weshalb eine kontinuierliche Informationsbeschaffung unerlässlich ist.
Die aktuellen Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit, bei Reisen in konfliktreiche Regionen besondere Vorsicht walten zu lassen. Reisende sollten ihre Pläne regelmäßig überprüfen und sich über die Sicherheitshinweise auf den Websites der zuständigen Behörden informieren.