Das Auswärtige Amt hat am 28. Februar 2026 eine umfassende Reisewarnung für 14 Länder im Nahen Osten ausgesprochen, die durch militärische Konflikte und Sicherheitsbedenken geprägt sind. Die Warnung betrifft Israel, Iran sowie nahezu alle Staaten der Golfregion: Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Schritte wurden eingeleitet, nachdem Israel und die USA am 28. Februar Ziele im Iran angegriffen hatten, was zur Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei führte, so berichtet fr.de.

Die Situation in der Region ist angespannt. Zahllose deutsche Touristen, die sich im Nahen Osten und auf Kreuzfahrten befinden, sind von den aktuellen Unruhen betroffen. Rund 30.000 deutsche Reisende haben ihre Reisepläne ändern müssen und sind an Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Doha und anderen Städten festgesetzt. Die Bundesregierung hat reagiert und Rückholflüge für schutzbedürftige Personen organisiert. Die erste Maschine landete am 5. März in Frankfurt, während eine Sondermaschine am 3. März ebenfalls in die Heimat zurückkehrte, berichtet baden24.de.

Aktuelle Reisehinweise

Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gelten auch für die Palästinensischen Gebiete. Besondere Sicherheitsbedenken bestehen in der gesamten Region, insbesondere im Libanon, Iran und den Palästinensischen Gebieten, wo zusätzlich eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen wurde. Angesichts der extremen Unsicherheit wird deutschen Staatsangehörigen in der Region geraten, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen und die Krisenhotline zu nutzen.

Der internationale Flugverkehr ist massiv gestört. Lufträume über Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait und den VAE sind gesperrt oder werden weitestgehend gemieden. Dies führte dazu, dass zahlreiche Airlines ihre Verbindungen in den Nahen Osten und die Golfregion ausgesetzt haben. Airlines wie die Lufthansa haben alle Flüge bis mindestens zum 6. März gestrichen, während Emirates und Etihad am 4. März den Flugbetrieb von Dubai und Abu Dhabi eingeschränkt wieder aufnahmen.

Militärische Interventionen und ihre Folgen

Nach den Angriffen auf Iran kam es zu einer Reihe von Gegenschlägen. Der Iran reagierte mit Raketenbeschuss auf Israel sowie US-Militärstützpunkte in Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am 2. März griff die libanesische Hisbollah Israel mit Raketen an, woraufhin Israel ebenfalls Ziele im Libanon bombardierte. Bundeswehr-Feldlager in Jordanien und im Irak wurden ebenfalls beschossen, zum Glück blieben deutsche Soldaten unverletzt.

Die Lage ist für Reisende äußerst kritisch, und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfiehlt, die Konfliktregion zu umfliegen. Trotz der angespannten Situationen gibt es für die Türkei vorerst keine generelle Reisewarnung, sodass Reisen nach Istanbul, Antalya oder an die Ägäisküste weiterhin möglich sind. Dies unterscheidet sich erheblich von den Warnungen, die für andere Länder in der Region ausgesprochen wurden.