Die touristische Entwicklung in Ostbayern zeigt eine erfreuliche Bilanz für das Jahr 2025. Der Tourismusverband Ostbayern berichtet, dass 5.447.941 Gäste in die Region reisten, was einem Zuwachs von 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,8 % auf 16.718.266, während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stabil bei 3,1 Tagen blieb. Diese positiven Entwicklungen zeigen, dass Ostbayern seine starke Stellung im bayerischen Tourismus, insbesondere im ländlichen Raum, behaupten kann.
Ein entscheidender Faktor für das positive Gesamtergebnis ist das Engagement und die Investitionsbereitschaft der touristischen Leistungsträger. Diese haben ihre Angebote weiterentwickelt und qualitativ aufgewertet, was die Attraktivität der Region erhöht hat. Die Gästezahlen im Bayerischen Wald stiegen um 3,5 %, während das Bayerische Thermenland ein Wachstum von 1,9 % verzeichnete. In den ostbayerischen Städten gab es sogar ein Wachstum bei Ankünften von 4,1 %.
Regionale Entwicklungen und Trends
Die verschiedenen Regionen Ostbayerns zeigen unterschiedliche Entwicklungen. Der Bayerische Jura verzeichnete einen Anstieg von 2,1 % bei Gästen und 2,5 % bei Übernachtungen. Im Oberpfälzer Wald hingegen blieb die Zahl der Gäste stabil, jedoch gab es einen leichten Rückgang um 1,4 %. Zusammen mit den über 45 Millionen Aufenthaltstagen von Ausflüglern ohne Übernachtung verdeutlicht dies das Potenzial der Region.
Eine zentrale Strategie des Tourismusverbandes ist die nachhaltige Stärkung des Tourismus in Niederbayern und der Oberpfalz. Natur- und Aktivurlaube, Wellnessangebote und regionale, authentische Erlebnisse gelten als wichtige Wachstumstreiber. Insbesondere die Heil- und Thermalbäder Niederbayerns spielen eine tragende Rolle, während gleichzeitig der Fokus auf Qualität, Innovation und Anpassungsfähigkeit an die Gästebedürfnisse gelegt wird.
Herausforderungen im bayerischen Tourismus
Im Gegensatz dazu gibt es jedoch positive Entwicklungen bei anderen Betriebsarten, wie den Ferienzentren, die im Jahr 2024 einen Anstieg bei Ankünften um 10,2 % und bei Übernachtungen um 4,7 % verzeichneten. Auch Hotels garnis und herkömmliche Hotels konnten Zuwächse verzeichnen und zeigen somit, dass der bayerische Tourismus diverse Facetten hat.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass Ostbayern auf einem positiven Kurs ist, während gleichzeitig diverse Herausforderungen angegangen werden müssen, um die Attraktivität der Region auch in Zukunft zu sichern.