Papst Leo XIV. plant in diesem Jahr gleich sechs Reisen innerhalb Italiens. Diese Ankündigung erfolgte durch das vatikanische Presseamt und weckt bereits das Interesse der Gläubigen. Die erste Reise wird am 8. Mai stattfinden, dem ersten Jahrestag seiner Wahl, wobei Neapel und Pompeji die ersten Stationen sind.
Weitere Reiseziele in der ersten Jahreshälfte sind Acerra am 23. Mai und Pavia am 20. Juni. Besonders bedeutend ist der Besuch der Mittelmeerinsel Lampedusa am 4. Juli. Diese Insel ist seit vielen Jahren ein Zentrum der Fluchtbewegung über das Mittelmeer und hat für Papst Leo XIV. eine besondere Symbolkraft, ähnlich wie für seinen Vorgänger, Papst Franziskus, der Lampedusa während seiner ersten Reise im Jahr 2013 besucht hat.
Auf den Spuren von Franziskus
Der Besuch von Lampedusa am 4. Juli wird von vielen als ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen gewertet, was auch Papst Leo XIV. ein Anliegen ist. Obwohl der Vatikan bisher keine weiteren Details zur eintägigen Visite veröffentlicht hat, ist klar, dass das Schicksal von Migranten bei seinen öffentlichen Auftritten thematisiert wird. Papst Franziskus‘ ursprünglicher Besuch 2013 war ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Hilfesuchenden.
Zusätzlich zu den Reisen in der ersten Jahreshälfte sind für den Hochsommer einige bedeutende Termine angesetzt. Am 6. August wird der Papst Assisi besuchen, um den 800. Todestag des Heiligen Franziskus zu gedenken. Zudem wird er am 22. August an dem „Meeting“ in Rimini teilnehmen, das viele Teilnehmer anzieht.
Engagement für die Kirche und die Gesellschaft
Ebenso wichtig sind die geplanten Besuche in vier katholischen Pfarreien in Rom bis Ostern. Interessanterweise gibt es derzeit keine Informationen über mögliche Reisen außerhalb Italiens. Der Papst, dessen bürgerlicher Name Robert Francis Prevost ist, wird als Kardinal der Mitte angesehen. Prevost ist US-Amerikaner und bringt umfassende Erfahrungen aus Rom, der Kurie und der Weltkirche mit. Zuletzt leitete er die vatikanische Behörde für Bischöfe, wo er für Bischofsernennungen weltweit zuständig war.
Obwohl es einige Spekulationen über mögliche Auslandsreisen, insbesondere nach Spanien und auf die Kanarischen Inseln, gibt, bleibt der Fokus des Papstes in diesem Jahr vorerst auf Italien gerichtet. Die bevorstehenden Reisen bieten eine Plattform, um nicht nur die katholische Gemeinde zu erreichen, sondern auch um wichtige gesellschaftliche Themen wie Migration und soziale Gerechtigkeit anzusprechen.
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