Die Bundesregierung hat am 27. Februar 2026 dringende Reise- und Sicherheitshinweise für Israel veröffentlicht und rät ausdrücklich von Reisen nach Israel und Ostjerusalem ab. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die Sicherheitslage in der Region erheblich beeinflussen. Das Auswärtige Amt warnt, dass bei einer Eskalation unvorhersehbare Gefährdungen eintreten könnten. Eine Einschränkung des Flugverkehrs, einschließlich möglicher Stornierungen und Sperrungen des Luftraums, ist jederzeit möglich. BR berichtet, dass die Sicherheitslage in der Region angespannt und volatil ist und mit sicherheitsrelevanten Vorfällen in Israel sowie den Palästinensergebieten gerechnet werden muss.
Während die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran seit Juni 2025 weiterhin besteht, betont das Auswärtige Amt, dass Angriffe auf Israel jederzeit möglich sind. Diese anhaltenden Spannungen haben auch dazu geführt, dass die US-Regierung ihren Botschaftsmitarbeitern in Israel die umgehende Ausreise empfiehlt. US-Botschafter Mike Huckabee hat geraten, Israel zu verlassen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar sind. ZDF berichtet, dass Angehörige des Botschaftspersonals und nicht dringend benötigtes Personal das Land verlassen können.
Internationale Reaktionen
Die Sicherheitslage in der Region hat auch andere Länder veranlasst, ihre Staatsbürger zu warnen. Polen hat seine Bürger aufgefordert, Israel, den Iran und den Libanon umgehend zu verlassen, während das britische Außenministerium sein gesamtes Botschaftspersonal aus dem Iran abgezogen hat und Teile des Personals aus Tel Aviv verlegt. Zudem raten Frankreich und Großbritannien von nicht notwendigen Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete ab. Das Auswärtige Amt beobachtet die Situation aufmerksam und bleibt in ständigem Austausch über die sicherheitspolitischen Entwicklungen.
Die Hintergründe dieser Empfehlungen sind vielfältig. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte sich weiter verschärfen, insbesondere nach dem gescheiterten Atomabkommen, das kürzlich in Genf verhandelt wurde. Amerikanische Regierungsvertreter haben in diesem Zusammenhang erhebliche Fortschritte gemeldet, jedoch keine Einigung erzielt. Technische Gespräche sind für die kommende Woche in Wien angesetzt. US-Präsident Donald Trump hat betont, dass ein militärischer Einsatz gegen den Iran nicht ausgeschlossen ist, sollte es bei den Verhandlungen erneut zu einem Scheitern kommen, und setzte eine Frist bis Anfang März für neue Vereinbarungen.
Inmitten dieser geopolitischen Spannungen bleibt die deutsche Botschaft in Tel Aviv jedoch voll arbeitsfähig. Das Auswärtige Amt bekräftigt seine Verpflichtung, die Lage weiterhin genau zu beobachten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit seiner Staatsbürger im Ausland zu gewährleisten.