Das Auswärtige Amt hat für das Jahr 2026 Reisewarnungen für mehrere Länder ausgesprochen, die aufgrund von politischen Unruhen und Sicherheitsrisiken für Reisende problematisch sind. Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehören Haiti und Myanmar, die beide aktuell in einer ernsten Krise stecken. HNA berichtet, dass insbesondere Reisende an die Risiken und Gefahren in diesen Regionen erinnert werden sollten.

Haiti, einst ein beliebtes Reiseziel mit etwa 500.000 internationalen Besuchern jährlich, hat sich seit dem verheerenden Erdbeben 2010 stark gewandelt. Die aktuelle Sicherheitslage ist alarmierend: Rivalisierende Banden kontrollieren weite Teile des Landes, und die staatliche Autorität ist weitgehend zusammengebrochen. Nach intensiven Gefechten zwischen der Nationalpolizei und Gangs, insbesondere seit März 2024, hat das Auswärtige Amt eine vollständige Reisewarnung für Haiti ausgesprochen.

Myanmar: Bürgerkrieg und humanitäre Krise

Auch Myanmar war früher ein touristisches Highlight mit 4,3 Millionen Ankünften im Jahr 2019. Doch nach dem Militärputsch im Februar 2021 hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. Die Bürgerkriegssituation und die Verfolgung von Oppositionellen führen zu einer katastrophalen Menschenrechtslage. Wie das Auswärtige Amt in der detaillierten Sicherheitswarnung feststellt, wird deutschen Staatsangehörigen dringend geraten, Myanmar zu verlassen, da die öffentliche Sicherheit durch willkürliche Verhaftungen und häufige gewalttätige Auseinandersetzungen gefährdet ist. Die Informationen des Auswärtigen Amts verdeutlichen, dass die Voraussetzungen für einen Aufenthalt im Land besorgniserregend sind.

Reiseblogger werden oft bezahlt, um Touristen nach Myanmar zu locken, jedoch ist der Tourismus stark beeinträchtigt, und die meisten Reisenden beantworteten die dringliche Empfehlung, das Land zu verlassen. Fehlende Sicherheitsgarantien und eine angespannte wirtschaftliche Lage machen Reisen nach Myanmar äußerst riskant.

Weitere Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat zusätzlich zu den vollständigen Reisewarnungen für Haiti und Myanmar auch Warnungen für Länder wie Afghanistan, Syrien, Sudan und Libyen ausgesprochen. Teilreisewarnungen gelten für diverse weitere Destinationen, darunter Ägypten, Thailand und Indien. Oberflächliche Gespräche über die Sicherheit von Mexiko zeigen, dass eine zuvor bestehende Teilreisewarnung verbessert werden konnte, nachdem die Lage sich stabilisiert hatte.

Es wird betont, dass Reisewarnungen keine gesetzlichen Reiseverbote darstellen, jedoch ein offizieller Appell sind, Reisen in diese Gebiete zu unterlassen. Reisende sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Ignorieren dieser Warnungen schwerwiegende Sicherheitsrisiken sowie den Verlust des Versicherungsschutzes nach sich ziehen kann.

Die Situation erfordert von Reisenden, aktuelle Nachrichten zu verfolgen und gegebenenfalls Kontakt mit ihren Botschaften oder Konsulaten aufzunehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine Eintragung in die Krisenvorsorgeliste ist ebenfalls empfehlenswert.