Nach dem militärischen Übergriff von USA und Israel auf den Iran hat sich die Lage in der Golfregion dramatisch zugespitzt. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte sowie Ziele in mehreren arabischen Staaten. Diese Eskalation hat zu einer umfangreichen Reisewarnung des Auswärtigen Amts geführt, die am 2. März 2026 in Kraft trat. Aktuell wird von Reisen in eine Vielzahl von Ländern abgeraten, darunter Israel, die palästinensischen Gebiete, den Libanon, Jordanien, Syrien, den Irak, den Iran sowie den Golfstaaten, einschließlich Bahrain, Kuwait, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und dem Jemen. Besonders dramatisch ist die Situation für Deutsche im Iran, wo eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen wurde. Laut br.de sind einige Regionen bereits von iranischen Raketen getroffen worden und Israel hat gegen den Libanon militärische Maßnahmen ergriffen.

Mit der Verschärfung der Sicherheitslage ist auch der Luftraum über Iran, Israel, Katar, Kuwait und Bahrain teilweise gesperrt. Die Europäische Organisation für Flugsicherheit (EASA) empfiehlt daher, den Luftraum über der Konfliktregion in allen Höhenlagen zu meiden. Die Auswirkungen auf geplante Reisen sind erheblich: Pauschalreisen können kostenfrei storniert oder umgebucht werden, während viele Airlines Flüge in die Region gestrichen haben, für die ebenfalls kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen gegeben sind.

Reisesicherheit und Terrorgefahr

Die aktuelle Situation steht im Kontext einer anhaltenden weltweiten Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen, die durch den Konflikt im Nahen Osten zusätzlich angeheizt wird. Die Terrororganisationen „Al Qaida“ und „Islamischer Staat“ haben mit weiteren Anschlägen gedroht, was die Sicherheitslage in der Region instabil hält. Laut Informationen des Auswärtigen Amts wird darauf hingewiesen, dass sich Deutsche Staatsangehörige oder Einrichtungen im Ausland möglicherweise in Gefahr bringen können. Besondere Aufmerksamkeit gilt Orten mit Symbolcharakter, Verkehrsinfrastruktur und Menschenansammlungen, die potenzielle Ziele für Anschläge darstellen.

Die Bedrohungslage ist dabei landesspezifisch unterschiedlich. Reisen in Länder mit wiederholten Anschlägen oder schwacher Sicherheitsinfrastruktur sind besonders riskant. Die deutschen Behörden überprüfen ihre Reise- und Sicherheitshinweise regelmäßig und passen diese an aktuelle Entwicklungen an. Reisende werden angehalten, sich der Gefahren bewusst zu sein und sicherheitsbewusst zu handeln. Es wird empfohlen, sich vor und während einer Reise über die Verhältnisse im Reiseland zu informieren und lokale sowie internationale Nachrichten zu verfolgen.

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht wird in Gebieten mit erhöhter Anschlagsgefahr empfohlen. Für Ägypten besteht zum Beispiel eine Teilreisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet, während Badeorte wie Hurghada oder Marsa Alam nicht betroffen sind. In Zypern gibt es derzeit keine Reisewarnung, jedoch wurden bereits zwei Flüge nach Zypern gestrichen, und in der Türkei wird eine erhöhte Vorsicht angeraten.

Reisende sollten verdächtige Vorgänge, wie unbeaufsichtigte Gepäckstücke oder ungewöhnliches Verhalten, umgehend den örtlichen Behörden melden. Letztlich bleibt die Gefahr, Opfer eines Anschlags zu werden, im Vergleich zu anderen Reise-Risiken wie Unfällen oder Erkrankungen als gering einzustufen, jedoch ist Wachsamkeit geboten.