Christina Höfferer beginnt ihren Spaziergang durch Rom mit einem Fokus auf die moderne Architektur, die in der Stadt einen spannenden Kontrast zu ihren klassischen Sehenswürdigkeiten bildet. In ihrem Buch „Rom für Fortgeschrittene“ hebt sie die architektonischen Brüche und die kulturellen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte hervor, insbesondere im Stadtteil Flaminio.
Dieser Stadtteil hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren zu einem Kulturquartier entwickelt, das unter anderem das bedeutende Museo nazionale delle arti del XXI secolo (Maxxi) beheimatet, das 2010 von der britisch-irakischen Architektin Zaha Hadid eröffnet wurde. Höfferer beschreibt, dass das Maxxi, mit seiner offenen Architektur und Zugänglichkeit, ein beliebter Anziehungspunkt für Kunstliebhaber ist. Zudem betont sie, dass das Auditorium Parco della Musica Ennio Morricone, entworfen von Renzo Piano in den 1990er Jahren, ebenfalls zur kulturellen Landschaft Roms beiträgt.
Kulturelle Vielfalt und Genuss
Höfferer und Fotograf Jesper Storgaard Jensen laden ihre Leser ein, das kulturelle Leben in Rom abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden. In ihrem Werk wird das italienische Kino, die Literatur und auch die Kulinarik der Stadt gewürdigt. Ein Kapitel über die Casa del Cinema in der Villa Borghese zeigt, wo Filmvorführungen stattfinden, und das kulinarische Erlebnis wird in „Zu Gast in Rom“ von Stefan Maiwald und Andrea Di Lorenzo näher beleuchtet.
Maiwald und Di Lorenzo erkunden dabei die zahlreichen Restaurants, Osterien und Weinbars in Rom und betonen die Bedeutung von Qualität und Genuss in der Gastronomie. Die Gespräche mit Wirten und Köchen sowie Rezepte bringen den Lesern die vielfältige Küche der italienischen Hauptstadt näher. Beide Bücher ermutigen dazu, sich Zeit zu nehmen und offen für spontane Entscheidungen zu sein, wodurch ein freies Erkunden der Stadt gefördert wird.
Das Maxxi und seine Bedeutung
Das Maxxi, welches sich auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne im Flaminio befindet, wurde 2010 eröffnet, nachdem sein Bau zehn Jahre in Anspruch nahm. Die Entwicklung des Museums war ein aufwendiger Prozess, der die Zustimmung von sechs verschiedenen Regierungen erforderte und mit einem Kostenaufwand von 150 Millionen Euro dreimal so hoch war wie geplant. Die Architektur des Maxxi besticht durch eine horizontale Bauweise, die nahtlos in die Umgebung integriert ist, sowie durch Innenräume, die durch hohe, schräge Wände in Sichtbeton gekennzeichnet sind.
Das Museum umfasst eine Fläche von 30.000 Quadratmetern und bietet eine Dauerausstellung der darstellenden Kunst sowie kulturelle Veranstaltungen zum öffentlichen Dialog über Kunst und Architektur an. Im Maxxi können auch spezielle Angebote für berechtigte Gruppen und junge Menschen wahrgenommen werden, wobei der Besitz eines Ausweises oder einer speziellen Berechtigung erforderlich ist, wie von maxxi.art berichtet.
Insgesamt laden Höfferer und die anderen Autoren dazu ein, Rom sowohl in seinen klassischen als auch in seinen modernen Facetten zu erleben und die kulturelle Vielfalt der Stadt in vollen Zügen zu genießen. Mit einem besonderen Augenmerk auf spontane Entdeckungen und die Kulinarik wird der Aufenthalt in der ewigen Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis.