Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten hat zu einem massiven Rückgang an Reisewünschen in die Region geführt. Reiseveranstalter haben ihre Maßnahmen angepasst und bieten zunehmend Absagen und erweiterte Storno-Fristen an. Dieses Thema ist besonders relevant, da die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts die Situation weiter verschärfen. Laut einem Bericht von Focus können Reisende nicht ohne Weiteres von gebuchten Reisen zurücktreten. Ein kostenfreier Rücktritt ist nur bei tatsächlichen außergewöhnlichen Umständen am Urlaubsort möglich.

Die Unruhen im Nahen Osten sind nicht neu; die Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen bleibt weiterhin erhöht. Dies belegt auch das Auswärtige Amt, das erneut vor der weltweiten Bedrohung durch Organisationen wie Al Qaida und dem Islamischen Staat warnt. Vor allem nach den jüngsten Konflikten hat sich das Mobilisierungspotenzial der Terroristen verstärkt. Deshalb empfehlen die Behörden, vor Reisen in bestimmte Länder stets die aktuellen Warnhinweise und Reisebedingungen zu überprüfen.

Aktuelle Reiseabsagen und Stornos

Die Sicherheitslage hat mehrere Reiseveranstalter dazu veranlasst, Pauschalreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und andere gefährdete Gebiete abzusagen. Zu den betroffenen Veranstaltern zählen:

  • Alltours: Pauschalreisen in die VAE bis 3. März 2026 abgesagt, kostenfreie Stornierung bis zu diesem Datum möglich.
  • DER Touristik (ITS, JAHN, MWR): Pauschalreisen in Gebiete mit Reisewarnung bis 8. März 2026 abgesagt, kostenfreie Stornierungen bis zu diesem Datum möglich.
  • Eurowings Holidays: Pauschalreisen in die VAE bis 8. März 2026 gestrichen.
  • HolidayCheck Reisen: Pauschalreisen in die VAE bis 5. März 2026 abgesagt, kostenfreie Stornierung bis zu diesem Datum möglich.
  • Tui: Pauschalreisen nach Katar, Bahrain, Oman, Kuwait, Jordanien, Saudi-Arabien und VAE bis 8. März 2026 abgesagt; Reisen nach Israel bis 15. März 2026 gestrichen.
  • Vtours: Pauschalreisen in Gebiete mit Reisewarnung bis 8. März 2026 abgesagt, kostenfreie Stornierung bis zu diesem Datum möglich.

Die Flugausfälle betreffen auch Reisende mit Umbuchungen im Nahen Osten, da teilweise Lufträume gesperrt sind und Umwege erforderlich machen. Daher sollten Reisende keine eigenständigen Maßnahmen ohne Bestätigung des Veranstalters unternehmen und empfohlen wird, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND des Auswärtigen Amts einzutragen, um Notfallinformationen zu erhalten.

Sicherheitslage und terroristische Bedrohung

Die derzeitige Lage wird zudem von den jüngsten Militäraktionen zwischen den USA, Israel und dem Iran geprägt, was die Spannungen in der Region weiter erhöht hat. Die terroristische Bedrohung bleibt in vielen Ländern, insbesondere in Gebieten mit wiederholten Anschlägen oder schwachen Sicherheitsvorkehrungen, hoch. Reiseziele wie der Libanon, Syrien, der Irak und mehrere Golfstaaten sind davon besonders betroffen, und es wird von Reisen in diese Regionen abgeraten.

Bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen rät das Auswärtige Amt, sich über lokale und internationale Medien über die Verhältnisse im Reiseland zu informieren. Die Gefährdung, Opfer eines Anschlags zu werden, ist im Vergleich zu anderen Reise-Risiken, wie Unfällen oder Erkrankungen, als gering einzuschätzen. Reisende sollten dennoch sicherheitsbewusst handeln, verdächtige Vorgänge melden und sich entsprechend vorbereiten.