Die Kanarischen Inseln, darunter Teneriffa und Lanzarote, stehen im Fokus der Kritik, da sie auf der aktuellen „No-List“ von Fodor’s Travel für 2026 gelistet sind. Diese Liste wird jährlich veröffentlicht und zielt darauf ab, Reiseziele zu kennzeichnen, die unter dem Druck des Massentourismus leiden. Besondere Bedenken gibt es hinsichtlich der Umweltauswirkungen und der Belastungen für die einheimische Bevölkerung. Laut baden24.de haben Teneriffa und andere europäische Urlaubsorte mit Overtourism zu kämpfen.

Im Jahr 2025 besuchten 7,8 Millionen Touristen die Kanarischen Inseln, was einen Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Trotz der hohen Besucherzahlen profitieren die Einheimischen kaum vom Tourismus, während die Immobilienpreise durch Ferienunterkünfte über Plattformen wie Airbnb und Booking.com stark steigen. Junge Bewohner sehen sich zunehmenden Schwierigkeiten gegenüber, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Umwelt- und Gemeinschaftsprobleme

Die Überlastung durch Touristen hat auch ihren Preis: Einige Strände mussten temporär geschlossen werden, um Umweltfragen zu begegnen. Auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote fanden Proteste unter dem Motto „Die Kanarischen Inseln haben eine Grenze“ statt. Diese richten sich gegen steigende Lebenshaltungskosten, ökologische Schäden und den drohenden Verlust des Gemeinschaftsgefühls. Experten zufolge ist ein bewussterer Umgang mit Reisen sowie die Wahl weniger überlaufener Destinationen oder die Buchung außerhalb der Hauptsaison ratsam.

Die Inseln, die für ihre vulkanischen Landschaften und ihr ganzjährig warmes Wetter bekannt sind, bleiben trotz ihrer Beliebtheit bei britischen Touristen nicht von den Herausforderungen des Massentourismus verschont. Travel and Tour World hebt hervor, dass die Präsentation auf der „No-List“ nicht als Reiseverbot oder Sicherheitswarnung zu verstehen ist. Vielmehr handelt es sich um einen Aufruf zur Nachhaltigkeit.

Komplette No-Go-Liste für 2026

Rang Reiseziel
1 Antarktis
2 Kanarische Inseln, Spanien
3 Glacier-Nationalpark, Montana, USA
4 Isola Sacra, Rom, Italien
5 Jungfrau-Region, Schweiz
6 Mexiko-Stadt, Mexiko
7 Mombasa, Kenia
8 Montmartre, Paris, Frankreich

Die Auszeichnung auf dieser Liste, zusammen mit anderen empfindlichen Orten, soll das Bewusstsein für die negativen Folgen des Tourismus steigern und gleichzeitig Reisende zu einem nachhaltigeren Verhalten anregen. In Zeiten steigender Touristenzahlen ist es entscheidend, die Worte der Reiseexperten ernst zu nehmen und sich um die Erhaltung von Natur und Gemeinschaft zu bemühen.