Der Tourismus in der Europäischen Union hat im Jahr 2025 einen neuen Höchstwert erreicht. Laut Zeit stieg die Zahl der Übernachtungen in 24 der 27 EU-Staaten im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden beinahe 3,1 Milliarden touristische Übernachtungen verzeichnet, was einem Anstieg von rund zwei Prozent gegenüber 2024 entspricht. Dies spiegelt sich auch in der gestiegenen Anzahl von ausländischen Gästen wider, die 3,4 Prozent mehr Nächte in den Unterkünften verbrachten.
Interessanterweise stiegen die Übernachtungen von Touristen im eigenen Land lediglich um 1,1 Prozent. In Deutschland kam es hingegen zu einem leichten Rückgang bei den Übernachtungen ausländischer Gäste, während die Deutschen häufiger im eigenen Land Urlaub machten. Trotz dieser Entwicklungen verzeichnete Deutschland insgesamt einen Anstieg der Gästeübernachtungen um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Beliebtheit der Reiseziele
Die beliebtesten Reiseländer innerhalb der EU, darunter Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland, machten fast zwei Drittel aller Übernachtungen aus. Gleichzeitig verzeichneten Malta und Polen die stärksten Zuwächse im Tourismus, während Luxemburg, Rumänien und Irland an Beliebtheit verloren. Besonders im Juli und August bleibt die Hauptreisezeit, mit nahezu einem Drittel aller Übernachtungen des Jahres.
Die Unterbringung in Hotels und Pensionen nimmt dabei den größten Teil ein, mit 63 Prozent der Übernachtungen. Daneben entfallen 25 Prozent auf Ferienwohnungen und 13 Prozent auf Campingplätze. Diese Verteilung zeigt, wie vielfältig die Tourismuslandschaft in Europa ist und wie abhängig sie von den Präferenzen der Reisenden bleibt.
Tourismusdaten im Überblick
Die Daten von Eurostat zeigen, dass EU-weit rund 29 Millionen Schlafgelegenheiten zur Verfügung stehen. Verschiedene Regionen heben sich dabei hinsichtlich ihrer Übernachtungen und der damit verbundenen Bettenauslastung ab. Ein Beispiel sind die Kanarischen Inseln, die 2023 das beliebteste Reiseziel in der EU darstellten, mit 96 Millionen Übernachtungen, gefolgt von der Kroatischen Adriaküste mit 87 Millionen Übernachtungen.
Der Tourismus hat jedoch nicht nur positive Auswirkungen. Berichte über negative ökologische und soziale Folgen des Massentourismus nehmen zu, und Proteste gegen den Ansturm von Touristen an Stränden, Bergen und berühmten Städten sind häufiger geworden. Das Bewusstsein für diese Herausforderungen wächst parallel zum anhaltenden Boom im europäischen Tourismus.