Die Probleme des Massentourismus stehen im Mittelpunkt einer bevorstehenden digitalen Diskussionsveranstaltung, die am 24. Februar 2026 um 19:00 Uhr über Zoom stattfindet. Veranstaltet wird die Diskussion von NaturFreunde Deutschlands und thematisiert die soziale und ökologische Ausbeutung im Massentourismus. Referenten sind Hans-Gerd Marian und Uwe Hiksch, Mitglieder des NaturFreunde-Bundesvorstands.

Eine der zentralen Herausforderungen, die in der Diskussionsrunde erörtert werden sollen, ist die Rolle staatlich subventionierter Luftfahrtgesellschaften und Großflughäfen, die als Treiber des Overtourism gelten. Ergänzend zu dieser Thematik betont die Veranstaltung die negativen Auswirkungen von Plattformen wie Airbnb und Booking, die öffentliche Güter ausbeuten. Kritisch beleuchtet wird auch die Funktion von Tourismusmarketingorganisationen, die zur Ausbeutung und zur ökologischen Zerstörung beitragen.

Auswirkungen des Tourismus auf die Gesellschaft und Umwelt

Das Massentourismus-Phänomen hat gravierende Folgen für die Umwelt und die sozialen Strukturen in urbanen Großräumen. In zunehmendem Maße leiden lokale Bevölkerungsschichten unter verstopften Straßen, Müllansammlungen, unzureichender Trinkwasserversorgung und einem Verdrängungsprozess, der den Wohnraum reduziert. Diese Missstände sind nicht nur in Ländern wie Italien, wo Städte wie Venedig und Florenz unter Touristenmassen leiden, zu beobachten, sondern auch in Deutschland, beispielsweise in Schloss Neuschwanstein oder Rothenburg ob der Tauber. Diese Erkenntnisse werden in einem aktuellen Beitrag bei ZDF aufgegriffen.

Hans-Gerd Marian wird in der Diskussion die Auswirkungen des Tourismus, insbesondere im Hinblick auf Regionen wie Spanien, thematisieren. Die NaturFreunde kritisieren auch die Berliner Landesregierung für die Genehmigung neuer Hotels, die zur Gentrifizierung führen und „Touristification“ in den betroffenen Gegenden vorantreiben.

  • Kritikpunkte:
    • Subventionierte Luftfahrtgesellschaften
    • Plattformen wie Airbnb und Booking
    • Tourismusmarketingorganisationen
  • Auswirkungen:
    • Zerstörung der Umwelt
    • Soziale Spannungen
    • Negativer Einfluss auf die Lebensqualität der Anwohner

Die NaturFreunde setzen sich dafür ein, ein Bewusstsein für die negativen Veränderungen zu schaffen und Alternativen zu einem verantwortungsbewussten, sozialen und ökologischen Tourismus aufzuzeigen. Dazu gehört auch die Forderung, keine neuen Hotels im S-Bahn-Ring von Berlin zu genehmigen. Das langfristige Ziel ist eine Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Tourismus, der die Belange der Natur und der Gesellschaft berücksichtigt.

In diesem Kontext stellt sich die grundlegende Frage: Wie können alle Menschen reisen und sich erholen, ohne soziale Konflikte und Umweltschäden zu verursachen? Diesen Fragestellungen widmet sich auch Salwa Houmsi, die in ihrer Forschung das Phänomen des Massentourismus untersucht. Die Herausforderungen sind nicht nur lokal, sondern weltweit spürbar, und erfordern dringende Maßnahmen von Seiten der Politik und aller Beteiligten.

Die Diskussion am 24. Februar wird somit nicht nur ein Austausch von Meinungen, sondern auch ein Schritt hin zu einer größeren Sensibilisierung für die unvermeidlichen Herausforderungen, die der Tourismus mit sich bringt.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist bereits möglich, um sich aktiv an dieser wichtigen Thematik zu beteiligen und um mehr über die alternativen Ansätze für eine Verbesserung des Tourismus zu erfahren.