Im Jahr 2025 verzeichneten die USA einen signifikanten Rückgang im internationalen Reiseverkehr. Laut Bild sank die Zahl der ausländischen Besucher um 4,2 Prozent. Dies markiert den ersten Rückgang seit der Covid-Pandemie, während der weltweite Tourismus laut UN-Tourismusorganisation gleichzeitig um 4 Prozent boomt. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass die USA das einzige große Reiseziel sind, das mit geringeren Einnahmen internationaler Besucher zu kämpfen hat.
Das Land prognostiziert rund 11 Millionen weniger Besucher und einen Verlust von etwa 50 Milliarden Dollar. Eine Reihe von Faktoren, insbesondere Einreiseverbote für Staatsangehörige aus über einem Dutzend Ländern sowie ausgesetzte Visa für 75 Staaten, tragen zu diesem Rückgang bei. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter eine Erhöhung der digitalen Kontrollen um 18 Prozent, erschweren die Einreise zusätzlich.
Einreisebestimmungen und Auswirkungen auf den Tourismus
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat eine härtere Migrations- und Sicherheitspolitik verfolgt. Trotz dieser neuen Bestimmungen bleibt die touristische Einreise mit einer gültigen ESTA-Genehmigung weiterhin möglich, wobei längere Aufenthalte ein Visum erfordern. Änderungen bei den Visa-Kategorien, insbesondere für Studierende und Journalisten, wurden angekündigt. Laut ZDF berichten der ADAC und der Deutsche Reiseverband jedoch, dass es bei deutschen Reisenden keine signifikanten Abweisungen an den US-Grenzen gibt.
Die Lufthansa meldete einen leichten Rückgang der zurückgewiesenen Passagiere, von 17 auf 16 pro 100.000. Trotzdem sinkt die Gesamtzahl der Reisenden in die USA seit Trumps Amtsantritt stetig, mit fast 20 Prozent weniger Reisenden im Mai 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Negative Auswirkungen auf Airlines und Freizeitparks
Die negativen Auswirkungen des Rückgangs im internationalen Reisestrom sind in der gesamten Branche spürbar. Hotels und Airlines berichten von einem fallenden Umsatz pro verfügbarem Zimmer, und British Airways sowie Lufthansa berichten von schwächerer Nachfrage auf Nordamerika-Strecken. Disney warnte kürzlich vor „Gegenwinden bei internationalen Besuchern“ in seinen US-Parks, die ebenfalls unter der sinkenden touristischen Nachfrage leiden.
Die Hoffnung auf positive Impulse durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist zwar vorhanden, jedoch wird auch hier eine schwache Nachfrage erwartet. Datenschützer diskutieren zudem rechtliche Anfechtungen der neuen Regelung, insbesondere hinsichtlich möglicher Abfragen von Social-Media-Daten im ESTA-Verfahren.
Insgesamt steht die US-Tourismusbranche vor einer herausfordernden Zukunft, die durch negative Werbung und striktere Einreisebedingungen belastet wird. Die langfristigen Folgen könnten den internationalen Tourismus in den USA nachhaltig beeinträchtigen.