Im Erlebnis-Zoo Hannover hat ein tragischer Vorfall die Verantwortlichen und Tierfreunde erschüttert. Am Montag verstarb die 12-jährige Giraffenkuh Jamila, nachdem sie in ihrer Innenanlage gestürzt war. Das Zoo-Team versuchte, sofort zu helfen, konnte dem Tier jedoch nicht mehr retten. Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff und die Tierpfleger äußerten tiefe Trauer über diesen unerwarteten Verlust.

Jamila war im April 2013 im Zoo Hannover geboren und hatte mit anderen Tieren, darunter Springböcken und Pferdeantilopen, zusammengelebt. Nach Angaben des Pflegeteams war Jamila eine liebenswerte, ruhige und zurückhaltende Giraffe, deren Tod das gesamte Team schockierte. Giraffen gelten als gefährdet, mit schätzungsweise 70.000 Tieren in freier Wildbahn, was die Bedenken um ihren Bestand verstärkt.

Eine Artenschutz-Kooperation

Zusätzlich zu dem traurigen Verlust von Jamila steht der Zoo vor weiteren Veränderungen. Leopard „Suresh“ wird in Richtung Dänemark reisen, um dort eine Familie zu gründen, während das Leoparden-Gehege umgebaut wird, um Platz für Binturongs, auch als Marderbären bekannt, zu schaffen. Diese sollen im Laufe des Frühjahrs 2026 vorgestellt werden.

Aktuell beherbergt der Zoo Hannover insgesamt 1.779 Tiere aus 164 Arten und plant den Bau eines neuen Warmhauses, um wieder Seychellen-Riesenschildkröten zu halten. Trotz dieser aufregenden Entwicklungen bleibt der schmerzhafte Verlust von Jamila ein emotionales Thema für das Team und die Besucher des Zoos.

Die Ereignisse im Zoo Hannover stehen im Kontrast zu den Herausforderungen, denen Zoos in Europa gegenüberstehen. Immer wieder kommt es zu tragischen Entscheidungen, wenn es um die Bestandsregulierung geht. Berichte zeigen, dass in vielen europäischen Zoos, insbesondere Mitgliedern der EAZA, jedes Jahr zwischen 3.000 und 5.000 gesunde Tiere eingeschläfert oder getötet werden müssen. Diese Problematik wirft Fragen auf über die Zucht- und Platzierungsplanung in Zoos, was auch in Hannovers Umgebung von Bedeutung ist.

Der Erlebnis-Zoo Hannover bleibt jedoch optimistisch und engagiert sich weiterhin aktiv für den Artenschutz und die Pflege seiner Tiere.

Für weitere Informationen und Neuigkeiten wird auf die Artikel von NDR und t-online verwiesen.