Immer mehr Deutsche planen für dieses Jahr ihren großen Urlaub. Laut Berichten der F.A.Z. gaben 76 Prozent der Befragten an, eine Reise von mindestens fünf Tagen zu planen. Von diesen haben bereits 43 Prozent ihr Reiseziel verpflichtet festgelegt. Lediglich 10 Prozent schließen einen größeren Urlaub in diesem Jahr aus, was die Bedeutung des Urlaubs für die Deutschen unterstreicht.

Eine Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) zeigt, dass die Urlaubsnachfrage weitgehend unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland bleibt. Im vergangenen Jahr gaben die Urlauber 91,7 Milliarden Euro für Reisen mit mindestens fünf Tagen aus, während zusätzlich 36,5 Milliarden Euro für Kurz- und Wochenendreisen ausgegeben wurden. Diese Rekordausgaben, teilweise bedingt durch Preissteigerungen, zeigen, dass die Bereitschaft für Reisen über 7 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt. Dies ist ein stabiler Trend, der seit über 15 Jahren anhält, mit Ausnahme der Corona-Jahre.

Reiseverhalten und Buchungstrends

Insgesamt planen 57,1 Millionen Bürger eine längere Urlaubsreise, was einem Höchststand entspricht. Dennoch zeigt sich ein Rückgang bei zusätzlichen Reisen, da mehr Fokussierung auf Kurzreisen gelegt wird. 91 Millionen Kurz- und Wochenendtrips wurden zuletzt verzeichnet. Dertour berichtet von einer Sparanstrengung der Kunden, was dazu führt, dass 22 Prozent der Sommerurlaube im Spätsommer und Herbst stattfinden. Die Buchungen für die Sommerurlaubsreise liegen sogar 7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das Reisebüro Boomtours bemerkt eine erhöhte Aktivität unter Kurzentschlossenen für die Osterfeiertage und berichtet, dass viele bereits ihren Sommerurlaub fest eingeplant haben. Inhaberinnen wie Kathrin Neuperti erwähnen, dass 75 bis 80 Prozent der Buchungen bis Ende Januar vorgenommen wurden. Frühbucherrabatte fördern diese Entwicklung weiter und sorgen dafür, dass Reisende schneller Entscheidungen treffen.

Beliebteste Reiseziele

Die Anziehungskraft der Mittelmeerländer auf deutsche Urlauber erhöht sich kontinuierlich. Für 2025 sind 44 Prozent der Reisen in diese Regionen geplant. Besonders die Türkei, Spanien und Griechenland zählen zu den beliebtesten Zielen im Pauschalreisemarkt. Buchungen für die Türkei sind um 12 Prozent gestiegen, während Ägypten und Tunesien jeweils einen Anstieg von 18 beziehungsweise 19 Prozent verzeichnen. Kreuzfahrten erfreuen sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit mit einem Zuwachs von 10 Prozent.

Zugleich verliert Deutschland als Inlandsziel an Popularität. Nur 22 Prozent planen ihren Haupturlaub innerhalb des Landes, was den Trend zu internationalen Destinationen unterstreicht. Gleichzeitig zeigt die ZDF-Berichterstattung, dass die deutsche Reisebranche erneut ein Wachstum verzeichnet, was durch die steigende Buchungszahl unterstrichen wird. Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet für 2025 mit einem Umsatzplus von rund 6 Prozent, trotz erheblicher Sorgen über ungleiche Rahmenbedingungen in der Reiseindustrie.

Fazit: Urlaub bleibt unantastbar

DRV-Präsident Norbert Fiebig betont, dass der Urlaub für viele Deutsche unverzichtbar ist. Dies spiegeln auch die Buchungszahlen wider. Selbst wenn Preise steigen und Sorgen über Flughafengebühren herrschen, scheinen die Reisenden nicht abzuschrecken: Die Malediven und andere klassische Reiseziele bleiben unter den Top-Flugpauschal-Reisezielen. Auch Albanien verzeichnet einen Anstieg im Tourismus und hofft auf noch mehr deutsche Urlauber, was die wachsende Vielfalt der Reisedestinationen unterstreicht.