Die Reiselust der Deutschen bleibt ungebrochen, auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und globaler Konflikte. Laut der aktuellen Deutschen Tourismusanalyse 2026 der „Stiftung für Zukunftsfragen“ haben 2025 über 64 Prozent der Deutschen mindestens eine Reise von fünf Tagen oder länger unternommen, was einen der höchsten Werte seit zwei Jahrzehnten darstellt. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Umfrage unter mehr als 3.000 Bürgern ab 18 Jahren, die sich mit den Reisegewohnheiten der Bevölkerung befasst hat.

Trotz steigender Urlaubs- und Reisekosten zeigen Deutsche eine bemerkenswerte Resilienz. Im Durchschnitt lagen die Urlaubskosten 2025 bei 1.636 Euro pro Person, was einen Anstieg von fast 100 Euro im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Tageskosten haben einen neuen Höchstwert erreicht und betrugen 130 Euro, was auf gestiegene Preise in beliebten Urlaubszielen zurückzuführen ist. Dennoch sind viele bereit, höhere Preise zu zahlen, um sich den Traum vom Urlaub zu erfüllen und investieren damit in ihr eigenes Wohlbefinden sowie in familiäres Glück. Einsparungen im Alltag, wie beim Einkauf, sowie das Verschieben größerer Anschaffungen werden vorgenommen, um diese Kosten zu decken.

Beliebteste Reiseziele im In- und Ausland

Die Beliebtheit der Reiseziele zeigt sich deutlich in den Zahlen: 35 Prozent aller Urlaubsreisen der Deutschen entfielen auf Destinationen im eigenen Land. Die beliebtesten Bundesländer waren im Jahr 2025 Bayern (6,9 von 100 Reisenden), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (5,3), Niedersachsen (3,5), Schleswig-Holstein (3,2) und Baden-Württemberg (2,8).

Im internationalen Vergleich bleibt Spanien das wichtigste Auslandsziel für die Deutschen mit 8,9 Reisenden pro 100, gefolgt von Italien (7,3), der Türkei (5,5) und Griechenland (4,1). Skandinavien verzeichnete ebenfalls ein Interesse von 4,0 und Frankreich stieg auf 3,2 von 100 Reisenden. Der Trend zu Fernreisen setzt sich fort; diese machen mittlerweile 17,4 Prozent der Haupturlaubsreisen aus, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die beliebtesten Fernreiseziele waren der Asien-Fernost mit 4,1 von 100 Reisenden, Nordafrika (2,9), Nordamerika (2,5), Mittelamerika und Karibik (1,5) sowie der Nah- und Mittlere Osten mit 1,1.

Kostenanalyse und Qualität der Urlaubserlebnisse

Die gestiegenen Reisekosten sind nicht nur auf Inflation zurückzuführen, sondern auch auf steigende Flugpreise und die allgemeine Nachfrage nach beliebten Destinationen. Teuerste Reiseziele waren Griechenland mit 147 Euro pro Tag und Spanien mit 143 Euro pro Tag, während die Türkei (108 Euro) und Kroatien (97 Euro) als günstigere Alternativen auftraten. Der Urlaub wird dabei als Investition betrachtet, und viele Reisende legen großen Wert auf Qualität, Service und den Erlebniswert, solange das Preis-Leistungs-Verhältnis für sie stimmt.

Trotz der Herausforderungen, vor denen die Reisenden stehen, bleibt die Sehnsucht nach Urlaub und Abenteuer stark und zeigt, wie wichtig das Reisen für viele Deutsche ist. Diese Trends belegen die anhaltende Bedeutung von Urlaub als einen wichtigen Gegenpol zum Alltag.

Für weitere Informationen zu den Reisedaten und -kosten beachten Sie ReiseReporter und TourismusAnalyse.