In Vorbereitung auf die Landtagswahlen 2026 startet funk ein neues Reportage-Format mit dem Titel „WAHLHEIMAT“, das auf YouTube ausgestrahlt wird. Der Journalist Jan Schipmann, bekannt als Gründer von DIE DA OBEN!, unternimmt eine Reise durch fünf Bundesländer, um zu erkunden, wo sich junge Menschen politisch verortet fühlen. Die Bedeutung von Jung- und Erstwählenden für die demokratische Entwicklung steht dabei im Mittelpunkt, da das Wahlalter in vielen Bundesländern bereits auf 16 Jahre gesenkt wurde, die Landespolitik aber oft die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ignoriert, berichtet funk.

Das Format „WAHLHEIMAT“ besteht aus fünf Reportagen, die verschiedene Milieus und Lebenswelten junger Menschen abbilden. Diese Reportagen sind als Roadtrip konzipiert, der soziale Begegnungen sowie politische und gesellschaftliche Realitäten aufzeigt. Die erste Folge ist in Baden-Württemberg angesiedelt und zeigt Jan Schipmann, der von Comedian Aurel Mertz und Immobilien-Influencer Mr. Unreal Estate auf die Reise vorbereitet wird. Hier begegnet er einer Studierendenverbindung, einem Schnitzer für Fastnacht-Masken und einem Auszubildenden in einer Aluminium-Gießerei. Die Protagonist:innen äußern dabei ihre Verunsicherungen, Hoffnungen und Wünsche an die Politik.

Juniorwahl 2026: Politische Teilhabe von Jugendlichen

Parallel zu dem neuen Reportage-Format findet die Juniorwahl 2026 in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern statt. Tausende Schülerinnen und Schüler nehmen an diesem demokratischen Bildungsprojekt teil, um ein Zeichen für Demokratie und politische Partizipation zu setzen. Die Juniorwahl ermöglicht es den Teilnehmenden, den Wahlakt realitätsnah zu erleben, während sie sich im Unterricht mit den Grundlagen der Demokratie, politischen Parteien und aktuellen Themen auseinandersetzen. Der Höhepunkt der Vorbereitung ist die Stimmabgabe an der Wahlurne, was das politische Interesse der Jugendlichen fördert und sie ermutigt, eigene Meinungen zu bilden, erklärt Juniorwahl.

Die Kombination aus politischer Bildung und praktischem Erleben erwies sich als sehr erfolgreich. Es ist zu erwarten, dass die Juniorwahl 2026 eine Vielzahl von Schulen und jungen Wählerinnen und Wählern erreicht und somit einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie von morgen leistet.

Steigendes politisches Interesse bei Jugendlichen

Ein Blick auf die aktuelle Lage zeigt, dass das Interesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Politik in den letzten Jahren gestiegen ist. Laut der Shell Jugendstudie 2024, einer repräsentativen Untersuchung seit 1953, liegt das politische Interesse unter jungen Erwachsenen im Alter von 22-25 Jahren nun bei fast 50%. In der Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen stieg das Interesse von 11% im Jahr 2002 auf 30% im Jahr 2024. Insbesondere die 15- bis 17-Jährigen verzeichnen einen Anstieg des Interesses von 20% auf 47%, während die 18- bis 21-Jährigen mit 60% das höchste Interesse aufweisen. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass immer mehr Teenager und junge Erwachsene an Politik interessiert sind, was es unerlässlich macht, ihnen Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Lebensumwelt zu bieten, insbesondere in Schulen.

Niedrigschwellige Partizipationsmöglichkeiten könnten zudem dazu beitragen, auch Desinteressierte zu erreichen und in den politischen Diskurs einzubeziehen. Die initiativen wie „WAHLHEIMAT“ und die Juniorwahl sind wertvolle Schritte, um die politische Teilhabe junger Menschen in Deutschland zu fördern und den demokratischen Dialog zu stärken.