Neue Tourismusstrategie: Flexiblere Arbeitszeiten und Steuererleichterungen!

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Bundesregierung verabschiedet nationale Tourismusstrategie, um Attraktivität Deutschlands zu steigern. Flexibilisierung der Arbeitszeit und Investitionen geplant.

Bundesregierung verabschiedet nationale Tourismusstrategie, um Attraktivität Deutschlands zu steigern. Flexibilisierung der Arbeitszeit und Investitionen geplant.
Bundesregierung verabschiedet nationale Tourismusstrategie, um Attraktivität Deutschlands zu steigern. Flexibilisierung der Arbeitszeit und Investitionen geplant.

Neue Tourismusstrategie: Flexiblere Arbeitszeiten und Steuererleichterungen!

Die Bundesregierung hat am 28. Januar 2026 eine umfassende nationale Tourismusstrategie verabschiedet, die darauf abzielt, Deutschland als Reiseziel attraktiver zu gestalten. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die geplante Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, die noch in diesem Jahr beschlossen werden soll. Der Tourismusbeauftragte, Christoph Ploß (CDU), kündigte an, dass künftig eine wöchentliche Höchstarbeitszeit anstelle der bisherigen täglichen Regelungen gelten soll.

Derzeit ist die Arbeitszeit in Deutschland auf acht Stunden pro Tag beschränkt, mit einer Ausnahme von bis zu zehn Stunden. Diese Umstellung zielt insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen ab, die in der Tourismusbranche tätig sind. Branchenverbände haben seit längerem eine Lockerung dieser Regelungen gefordert, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen.

Wichtige Maßnahmen der Strategie

Ein wichtiges Ziel der neuen Strategie ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem Bürokratieabbau, steuerliche Erleichterungen sowie Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte, dass eine Entlastung von Unternehmen und ein Abbau von Bürokratie im Vordergrund der Reform stehen müssen. Zudem sollen Überstundenzuschläge steuerfrei werden und einmalige Prämien für Teilzeitkräfte steuerlich begünstigt werden.

Die Strategie sieht auch eine dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie auf 7% vor sowie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Betriebe. Darüber hinaus wird eine schrittweise Senkung der Körperschaftssteuer ab 2028 angestrebt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßen den Beschluss, da er die Rahmenbedingungen für die Branche verbessern soll.

Investitionen und Digitalisierung

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Förderung der Digitalisierung. Geplant sind unter anderem KI-Anwendungen, um „Overtourism“ zu vermeiden, sowie die Einrichtung einer digitalen „Work-and-Stay-Agentur“ zur gezielten Fachkräftegewinnung. Dies ist besonders wichtig, um den Fachkräftemangel schrittweise zu bekämpfen und die Branche so langfristig zu stärken.

Das Bundeskabinett veranschlagt insgesamt 500 Milliarden Euro für die Verbesserung der Infrastruktur und die Erreichung von Klimaneutralität. Dies zeigt den wirtschaftspolitischen Fokus der Strategie, der von Verbänden wie dem Deutschen Tourismusverband (DTV) und dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) gelobt wird. Während die Tourismuswirtschaft im Allgemeinen positiv auf die Strategie reagiert, äußerten die Grünen jedoch Kritik, bezeichneten die Maßnahmen als „oberflächliches Sammelsurium“ und wiesen auf die unzureichenden Finanzierungsansätze sowie auf die Unzulänglichkeiten bei der Lösung des Personalproblems hin.

Die neue Tourismusstrategie soll somit nicht nur eine Planungssicherheit schaffen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in ihrem gesamten Spektrum zu erhöhen, um Deutschland als Reiseziel nachhaltig zu stärken. Weitere Details zur Strategie sind in den Berichten von Zeit und Tophotel nachzulesen.

Quellen: