Donnersbergkreis im Aufbruch: Tourismus und Industrie blühen auf!
Der Donnersbergkreis plant, mit neuen Tourismusprojekten und der Wiederinbetriebnahme der Zellertalbahn, die Region attraktiver zu gestalten.

Donnersbergkreis im Aufbruch: Tourismus und Industrie blühen auf!
Im Donnersbergkreis wird zur Steigerung der touristischen Attraktivität und zur Ansiedlung neuer Unternehmen ein umfassendes Entwicklungskonzept vorangetrieben. Der parteilose Landrat Rainer Guth hebt hervor, dass die Region über ideale Voraussetzungen für den Tourismus verfügt, darunter ausgedehnte Waldgebiete, Weinbau und den höchsten Berg der Pfalz. Durch geplante Investitionen und Marketingmaßnahmen soll das Potenzial des Tourismus ausgeschöpft werden, um die Steuereinnahmen aus der Gastronomie und dem Hotelgewerbe zu erhöhen. Voraussichtlich wird auch eine Kurtaxe für Touristen eingeführt, die sich an dem Modell anderer rheinland-pfälzischer Kommunen orientiert, mit einem angestrebten Beitrag von zwei Euro pro Übernachtung.
Die Region ist gut an mehrere Großstädte angebunden, was eine günstige Voraussetzung für die geplanten Maßnahmen darstellt. Fünf Gemeinden im Donnersbergkreis haben sich bereits zusammengeschlossen, um den Tourismus gemeinsam wirksam zu organisieren. Im Rahmen dieser Kooperation sind zahlreiche Projekte in Stahlberg geplant, darunter Aktivitäten im Wald und die Errichtung von Holzkugelbahnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erschließung neuer Wander- und Mountainbike-Trails sowie dem Ausbau von Klettersteigen, um die Attraktivität der Region weiter zu erhöhen.
Verkehrsanbindung durch Zellertalbahn
Ein entscheidender Teil der Infrastruktur für den Tourismus im Donnersbergkreis ist die Zellertalbahn, deren Ertüchtigung seit Juni 2021 vorangetrieben wird. Diese Bahnlinie erstreckt sich über 27,7 Kilometer zwischen Monsheim und Langmeil und wurde 1998 für den regulären Verkehr stillgelegt. Zwischen 2001 und 2017 fand lediglich saisonaler Ausflugsverkehr statt. Für die Wiederinbetriebnahme der Zellertalbahn, die ab Mai 2026 erfolgen soll, sind 8,3 Millionen Euro eingeplant, wovon 6,7 Millionen Euro als Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz bereitgestellt werden. Der restliche Betrag wird von den Kommunen des Donnersbergkreises sowie dem Kreis Alzey-Worms getragen.
Die Ertüchtigung umfasst die Instandsetzung von 11 Bahnübergängen und 15 Brücken, um den Zugverkehr für touristische Zwecke zu gewährleisten. Nach den Arbeiten ist angestrebt, den Verkehr an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferienzeiten anzubieten. Landrat Guth zeigt sich zuversichtlich, dass die Wiederinbetriebnahme der Zellertalbahn positive Auswirkungen auf den Tourismus haben wird, insbesondere als Ziel für Rad- und Wandertouren.
Wirtschaftliche Entwicklung und Ansiedlung neuer Unternehmen
Neben der Förderung des Tourismus verfolgt der Donnersbergkreis auch das Ziel, neue Unternehmen anzusiedeln. Dafür sollen rund 200 Hektar neue Gewerbeflächen geschaffen werden, wobei die Bauarbeiten an einer Gewerbefläche an der A63 zwischen Lohnsfeld und Winnweiler bereits begonnen haben. Zukünftig soll auch in Morschheim eine weitere Gewerbefläche erschlossen werden. Des Weiteren wird die ehemalige Brauerei Bischoff in Winnweiler an regionale Unternehmen verkauft, mit dem langfristigen Plan, dort ein neues Wohngebiet zu entwickeln.
Ein zusätzliches Projekt sieht die Umwandlung des Gebäudes des Westpfalzklinikums in Rockenhausen in eine große Psychiatrie vor. Die geriatrische Abteilung wird nach Kirchheimbolanden verlagert, um den steigenden Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten in der Bevölkerung zu decken. Diese Entwicklungen werden als wichtig eingeschätzt für die zukünftige wirtschaftliche und soziale Stabilität der Region.