Urlaub statt Gehalt: Deutsche fordern mehr freie Tage!

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Arbeitnehmer in Deutschland priorisieren Urlaub über Gehalt und wünschen sich mehr Freizeit. Neue Umfrageergebnisse zeigen, wie Urlaub geplant wird.

Arbeitnehmer in Deutschland priorisieren Urlaub über Gehalt und wünschen sich mehr Freizeit. Neue Umfrageergebnisse zeigen, wie Urlaub geplant wird.
Arbeitnehmer in Deutschland priorisieren Urlaub über Gehalt und wünschen sich mehr Freizeit. Neue Umfrageergebnisse zeigen, wie Urlaub geplant wird.

Urlaub statt Gehalt: Deutsche fordern mehr freie Tage!

Immer mehr Deutsche sehnen sich nach Urlaub statt nach einem höheren Gehalt. Eine aktuelle Umfrage des Reiseportals HolidayCheck zeigt, dass der Wunsch nach Erholung und Freizeit bei vielen Arbeitnehmern an erste Stelle rückt. Zu Jahresbeginn planen zahlreiche Beschäftigte ihren Urlaub, um die maximalen freien Tage optimal auszunutzen. Ludmilla Franz von HolidayCheck berichtet in ihrer Analyse, dass 88 Prozent der 1000 befragten berufstätigen Deutschen die Bedeutung von Urlaubstagen für wichtig oder sehr wichtig erachten. Diese Erkenntnisse bestätigen den steigenden Drang nach mehr Freizeit in der heutigen Arbeitswelt.

Von den Befragten haben 64 Prozent bereits 26 bis 30 Urlaubstage pro Jahr, dennoch zeigt sich, dass viele sich mehr Freizeit wünschen. 45 Prozent geben an, dass sie gerne etwas mehr Urlaub hätten, während 12 Prozent sogar deutlich mehr freie Tage anstreben. Besonders auffällig ist die Bereitschaft, für zusätzliche Urlaubstage ein geringeres Gehalt in Kauf zu nehmen – 60 Prozent der Befragten zeigen sich offen für diese Option. Davon würden 11 Prozent definitiv weniger verdienen wollen, um mehr Erholungszeit zu genießen.

Urlaubsplanung und Erholungseffekt

Ein besonders interessantes Ergebnis der Umfrage ist, dass über 30 Prozent der Befragten bereits unbezahlte Auszeiten in Anspruch genommen haben. Zugleich nutzen 77 Prozent ihren Urlaub hauptsächlich für Reisen, um maximale Erholung zu erfahren. Dennoch berichten nur 59 Prozent, sich nach ihrem Urlaub gut oder sehr gut erholt zu fühlen. 30 Prozent geben an, kaum einen Erholungseffekt verspürt zu haben, während 11 Prozent sich wenig oder gar nicht erholt fühlen. Dies verdeutlicht, dass die Teilhabe an der Arbeitswelt auch während der Urlaubszeit in vielen Fällen bestehen bleibt.

Die Umfrage ergab, dass 57 Prozent der Befragten während ihres Urlaubs arbeiten, oft bedingt durch Kontakt mit Kollegen und Vorgesetzten. Laut dem Bundesurlaubsgesetz ist dies jedoch verboten. Der Wunsch nach einer klaren Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist demnach ausgeprägt. Arbeitnehmer benötigen deutlich mehr Freiraum, um ihre Erholungszeiten wirklich genießen zu können, ohne durch berufliche Verpflichtungen belastet zu werden.

Urlaubsplanung der Deutschen

Ein weiterer Aspekt der Umfrage von HolidayCheck ist die Art und Weise, wie die Deutschen ihren Urlaub planen. Die Mehrheit der Befragten organisiert ihren Haupturlaub drei bis neun Monate im Voraus. Besonders Sommerreisen werden häufig schon im Dezember gebucht. 40 Prozent der Befragten ziehen es vor, ihren Urlaub außerhalb der Hauptsaison zu planen, um überfüllte Urlaubsziele zu vermeiden. Für etwa ein Viertel der Befragten ist die Urlaubsplanung an Schulferien gebunden, sei es aufgrund eigener Kinder oder des Partners. Nur jeder siebte Deutsche entscheidet sich spontan für eine Urlaubsreise, wobei spontane Entscheidungen vor allem bei Kurztrips verbreitet sind.

Die Umfrage zeigt insgesamt, dass die Deutschen nach neuen Wegen suchen, ihre Erholungszeit zu gestalten. Während traditionell längere Urlaubsblöcke an Bedeutung verlieren, wünschen sich viele flexible und bedarfsgerechte Auszeiten. Arbeitgeber sind gefordert, sich auf diese neue Erholungskultur einzustellen, indem sie den Mitarbeitern Entscheidungsspielräume bieten und eine deutlichere Trennung von Berufs- und Privatleben ermöglichen.

Quellen: